Gasheizung: Kosten, Test, Vor- und Nachteile – Verbot in 2026?

Gasheizung

Lange galt die Gasheizung als das Mittel der Wahl zur Beheizung von deutschen Wohngebäuden. Mittlerweile ist die Anzahl der Installationen rückläufig, da die Bundesregierung den Einbau von regenerativen Heizungsarten fördert. Dennoch hat die Gasheizung gerade in Bestandsgebäuden ihre Berechtigung. Was es in 2026 hinsichtlich Gasthermen zu beachten gilt, ob es ein Verbot gibt und wann sich der Einbau weiterhin lohnt.

Gasheizungen in 2026: Gibt es ein Verbot?

Gleich vorab: Ein Verbot von Gasheizungen gibt es nach aktuellem Gesetz nicht. Es besteht keine Austauschpflicht für Eigentümer, die derzeit eine Öl- oder Gasheizung nutzen.

Auch der Einbau von neuen Gasheizungen ist in 2026 unter bestimmten Umständen weiterhin erlaubt. Demnach dürfen ab dem 01. Januar 2024 nur noch Heizungsanlagen installiert werden, die mindestens 65% erneuerbare Energien nutzen. Das erreichen Eigentümer, indem sie ihre Heizung zu mindestens 65% mit grünem Gas wie Bioerdgas bzw. Biomethan betreiben.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin auf eine H2-Ready-Gasheizung zu setzen, die einen Teil ihres Energiebedarfs durch Wasserstoff deckt. Einen 65%-Anteil an Erneuerbaren lässt sich ebenfalls durch Gas-Hybridheizungen erreichen. Dabei wird die Gasheizung mit einer weiteren regenerativen Heizung wie einer Wärmepumpe kombiniert.

 

Aktueller Hinweis: GModG soll aktuelles Heizungsgesetz ablösen

Das GEG soll durch das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) abgelöst werden. Das GModG soll voraussichtlich zum 1. November 2026 in Kraft treten und plant unter anderem das Ende der 65-Prozent-Pflicht. Stattdessen ist die sogenannte Biotreppe geplant. Demnach müssen neue Gas- und Ölheizungen ab 2029 einen wachsenden Pflichtanteil an klimafreundlichen Brennstoffen wie Biomethan, Bioöl oder Wasserstoff nutzen. Vorgesehen sind dabei 10 Prozent ab 2029, 15 Prozent ab 2030, 30 Prozent ab 2035 und 60 Prozent ab 2040.

 

Heizen mit Gas: Das gilt 2026

Das neue GModG soll voraussichtlich Ende 2026 das aktuell gültige GEG ablösen. Solange jedoch gelten weiterhin die Vorgaben des GEG.

Gasbrennwerttherme in einem Heizungsraum unter dem Dach

Hier die wichtigsten Regelungen im Bezug auf Gasthermen zusammengefasst:

  • Keine Austauschpflicht: Gasthermen im Bestand dürfen weiterhin genutzt werden. Auch defekte Anlagen dürfen Eigentümer reparieren lassen und weiterhin nutzen.
  • 65% erneuerbare Energien im Neubau: Neue Gasthermen müssen mindestens 65% des Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien decken. Das erreichen Eigentümer durch den Betrieb der Gasheizung mit Wasserstoff, Bio-Erdgas oder die Kombination mit einem weiteren, regenerativen Brennstoff wie Solarthermie oder eine Wärmepumpenheizung.
  • Bestandsschutz: Bestandsgebäude sind vorerst von der 65%-Regelung ausgenommen. Das gilt solange, bis eine kommunale Wärmeplanung vorliegt. Das bedeutet, dass die zuständige Kommune einen Wärmeplan vorlegen muss, der beschreibt, wie der Umbau funktionieren soll. Ein solcher Plan könnte beispielsweise den Bau von Fernwärmenetzen oder Gasnetzen enthalten.
  • Austauschpflicht für Heizungen älter 30 Jahre gekippt: Die ursprünglich diskutierte pauschale Austauschpflicht für über 30 Jahre alte Heizungen wurde entschärft. Nach geltendem GEG 2024 müssen jedoch alte Konstanttemperaturkessel, die älter als 30 Jahre sind, weiterhin ausgetauscht werden (Brennwert- und Niedertemperaturkessel sind ausgenommen). Erst das geplante GModG sieht vor, auch diese Pflicht zu streichen.

Förderung von Gasheizungen

Für Gasheizungen sieht die Bundesförderung für effiziente Gebäude ab 2024 grundsätzlich keine Zuschüsse vor. Das gilt zumindest dann, wenn es sich um eine reine Gasheizung handelt – auch wenn sie Bio-Erdgas nutzt.

Förderfähig hingegen sind H2-Ready-Gasheizungen, die in der Lage sind, zu 100% Wasserstoff zu nutzen. Davon gibt es jedoch bisher kaum Modelle am Markt. So nutzen die meisten Modelle lediglich einen Anteil an Wasserstoff. Für H2-Ready-Gasheizungen mit 100% Wasserstoff-Anteil fördert der Staat die Mehrkosten gegenüber einer herkömmlichen Gasheizung.

Zuschüsse für Gas-Hyridheizungen

Bei Gas-Hybridheizungen gilt es zu unterscheiden: Zum einen gibt es Hybridheizungen, die als Ganzes neu verbaut werden. Zum anderen rüsten Eigentümer ihre bestehende Gasheizung mit einer regenerativen Heizung wie einer Solarthermie oder Wärmepumpe nach.

Nachrüsten bestehender Gasheizungen

Sofern die Gastherme den Anforderungen des GEG genügt und zu 65% erneuerbare Energien nutzt, erhalten Eigentümer bis zu 70% Förderung für die regenerative Komponente. Zuständig ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Hier erhalten Modernisierer eine Grundförderung für den Einbau der regenerativen Zusatzheizung von mindestens 30%.

In Kombination mit weiteren Boni wie einen Einkommensbonus von 20%, sind insgesamt bis zu 70% Förderung möglich. Weitere Informationen gibt es in der Zusammenfassung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).

Neue Hybridheizung

Bei der Neuinstallation sowohl der Gasheizung als auch der regenerativen Komponente fördert der Staat lediglich 65% der Kosten. Hier gilt dann die BEG, jedoch nur für 65% der Kosten der Anlage.

Neben der direkten Förderung vergibt die KfW auch zinsgünstige Kredite für den Einbau von Gas-Hybridheizungen.

Was kostet eine neue Gasheizung?

Ein Vorteil von Gasheizungsanlagen sind die vergleichsweise geringen Kosten für das Gerät selbst und die Installation. Diese beginnen bereits bei 5.000 Euro. Zum Vergleich: Die Kosten einer Wärmepumpe fallen mindestens doppelt so hoch aus.

Im Folgenden eine Beispielrechnung für den Einbau einer neuen Gastherme:

KostenpunktPreis
Gaszentralheizung Gerät3.000 bis 6.000 €
Installation1.500 bis 3.000 €
Abgasanlage1.000 bis 1.500 €
Schornsteinsanierung (falls erforderlich)1.500 bis 2.500 €

Laufende Kosten

Zu bedenken ist die Kostenentwicklung: Auf fossiles Gas wird ein CO₂-Preis erhoben, der weiter steigt und ab 2027 in den EU-Emissionshandel (ETS 2) überführt wird. Das dürfte die Heizkosten einer reinen Gasheizung mittel- bis langfristig erhöhen.

Wie lange hält eine Gasheizung?

Die Lebensdauer einer modernen Gasheizung liegt zwischen 15 und 20 Jahren. Voraussetzung ist, dass Eigentümer die Anlage regelmäßig warten lassen. Die Wartung der Heizung sollte dabei jährlich erfolgen.

H2-Ready: Gasheizung mit Wasserstoff

H2 Ready Gasheizung von Vaillant

Eine Möglichkeit den Anforderungen des GEG zu genügen, besteht darin, die Gasheizung zum vorgeschriebenen Anteil mit Wasserstoff zu betreiben. Jedoch nicht jede Gastherme ist dazu in der Lage Wasserstoff zu verarbeiten. Wer eine Gasheizung mit Wasserstoff betreiben oder sie später umrüsten möchte, sollte auf das Label „H2-Ready“ achten. Hier eine Übersicht an Modellen, die dieses Label heute schon besitzen:

HerstellerModell
BoschCondens 5300i WMA, Condens 8000i F und Condens 7000 F
VaillantecoTEC exclusive
ViessmannVollständige Vitodens-Serie
ViessmannVitocrossal
WolfGasbrennwertthermen CGB-2
WolfGasbrennwertkessel TGB-2

Gasheizungen im Test: Das sagt die Stiftung Warentest

Wenn Sie überlegen, welche Heizung am besten zu Ihnen und Ihrer individuellen Situation passt, bietet es sich an, auf Testergebnisse zurückzugreifen. So hat Stiftung Warentest 9 Gas-Brennwertkessel miteinander verglichen und bewertet:

ModellTestnote der Stiftung Warentest
Viessmann Vitodens 300-WGut (1,7)
Brötje Ecotherm Plus WGB-S 17/20EGut (1,8)
Remeha Calenta 15DSGut (1,8)
Junkers Cerapur-Eco ZSB 14-3 E23Gut (2,0)
Weishaupt Thermo Condens WTC-15 AW-PEAGut (2,0)
Wolf Comfortline CGB-20Gut (2,0)
Vaillant Ecotec exclusiv VC 146/4-7Gut (2,1)
Buderus Logamax plus GB152 16 KWGut (2,2)

Ein solches Ergebnis sollte niemals alleine ausschlaggebend sein. Dennoch ist es ein weiterer Anhaltspunkt, der beim Kauf einer Gasheizung in die Entscheidung miteinfließen kann.

Was ist eine Gasheizung?

Eine Gasheizung ist eine Heizung, die Wärme und Warmwasser durch die Verbrennung des Brennstoffs Gas erzeugt. Dabei kann es sich um eine Erdgas- oder Flüssiggasheizung handeln. Die Funktion ist letztendlich dieselbe.

Besonders energieeffizient ist eine Gas-Brennwertheizung. Durch Brennwerttechnik kann die im Abgas enthaltene Kondensationswärme genutzt und Wirkungsgrade von bis zu 98 Prozent erzielt werden. Bei Heizungsanlagen mit Heizwerttechnik geht diese Wärme hingegen verloren.

Vergleich von Kombitherme, Gastherme, Kompaktgerät und Heizkessel

Funktion

Der Brenner einer Gasheizung verbrennt Erdgas oder Flüssiggas. Die dadurch entstehende Wärme wird durch den im Brennwertkessel integrierten Wärmetauscher an das Heizungswasser abgegeben. Die Umwälzpumpe lässt das aufgewärmte Heizungswasser im Heizkreislauf zirkulieren. Die Heizungspumpe transportiert das Heizungswasser zu den Heizkörpern bzw. Entnahmestellen in Ihrem Wohnbereich. Über die Regelungstechnik wird die Steuerung der Gasheizung sichergestellt.

Um mit der Gasheizung auch das Brauchwasser erwärmen zu können, wird zusätzlich ein Warmwasserspeicher benötigt. Eine Ausnahme hiervon stellt die Kombitherme dar. Sie erwärmt nach dem Durchlaufprinzip das Wasser bei Bedarf.

Vorlauftemperatur

Die Vorlauftemperatur bezeichnet die Temperatur des Heizwassers, wenn es aus dem Kessel austritt und in das Heizsystem eingespeist wird. Eine optimal eingestellte Vorlauftemperatur sorgt für eine gleichmäßige und energieeffiziente Wärmeversorgung, wobei moderne Gasheizungen oft über eine automatische Anpassung der Vorlauftemperatur verfügen, um den wechselnden Wärmebedarf effektiv zu decken. Bei modernen Gasbrennwertthermen liegt die Vorlauftemperatur zwischen 40°C und 70°C.

Funktionsweise Gasheizung

Welche Arten von Gasheizungen gibt es?

Es gibt viele verschiedene Arten von Gasheizungen. Ob Kombi- oder Kompaktgerät, ob reine Brennwerttechnik oder eine Kombination mit Solarthermie – die Auswahl ist sehr groß. Ferner gilt es zwischen Etagenheizungen und Gaszentralheizungen zu unterscheiden.

Lassen Sie sich vor dem Kauf einer Gastherme von einem Fachmann beraten. Die folgende Übersicht liefert eine erste Orientierung:

TypWand-hängendBoden-stehendWärme-komfortWarmwasser-komfortSteuerung per AppBrennwert-technikAbbildung
Gas-Brennwertthermex✓ Ja, nach Durchlauf-prinzip
Gas-Brennwertkesselx✓ Ja, Warmwasser-speicher
Gas-Brennwert-Kombigerätx✓ Ja, nach Durchlauf-prinzip
Gas-Brennwert-Kompaktgerätx✓ Ja, Warmwasser-speicher
Gas-Brennwert-Kompaktgerät inkl. Solarx✓ Ja, Warmwasser-speicher

Was sollten Sie vor dem Kauf einer neuen Gasheizung beachten?

Vor dem Kauf einer Gasheizung sollten Sie sich gründlich über all Ihre Möglichkeiten informieren. Schon bei der Planung ist es sinnvoll, einen Fachmann hinzuzuziehen, der die benötigte Heizleistung für Ihr Haus berechnet und Ihnen dann entsprechend Geräte empfehlen kann. Weiterhin können Ihnen die folgenden Checklisten dabei helfen, die wichtigsten Fragen vorab zu klären.

Checkliste: So wählen Sie den richtigen Brennstoff

  • Welcher Anschluss ist in Ihrem Haus vorhanden?
  • Ist von der Gemeinde ein Anschluss geplant?
  • Ist genug Platz für einen Flüssiggastank vorhanden?
  • Welche Kosten fallen für einen Anschluss an das Gasnetz an?
  • Planen Sie eine Erweiterung der Heizungsanlage mit Solarthermie?
  • Ist in Ihrer Immobilie ein Kamin vorhanden?
  • Welche Heizkörper sind aktuell bzw. werden zukünftig verbaut?

Checkliste: So entscheiden Sie sich für das passende Heizungsmodell

  • Wo soll die Gasheizung installiert werden?
  • Über wie viel Leistung (kW) soll die Gasheizung verfügen?
  • Benötigen Sie eine zentrale Gasheizung oder eine Etagenheizung?
  • Gibt es einen Abwasseranschluss am Aufstellungsort?
  • Welchen Hersteller bzw. welche Marke bevorzugen Sie?
  • Für welchen Brennstoff soll die Heizung geeignet sein?
  • Wie hoch ist der Preis (Montage, Produkt + Komponenten, Demontage)?
  • Benötigt die Heizung einen hydraulischen Abgleich?
  • Welche Fördermittel sind für Sie verfügbar?

Checkliste: So setzen Sie Ihren Heizungswechsel mit einem Fachbetrieb um

  • Planen Sie Ihre neue Gasheizung exakt
  • Wählen Sie einen kompetenten Fachbetrieb aus
  • Vereinbaren Sie einen Vor-Ort-Termin
  • Holen Sie von mindestens 3 Fachbetrieben ein Angebot ein
  • Nutzen Sie die Vorteile eines Festpreisangebots
  • Ziehen Sie die Möglichkeit des Mietens einer Heizung in Betracht
  • Lassen Sie Ihre neue Gasheizung in Betrieb nehmen
  • Lassen Sie Ihre neue Gasheizung warten

Entscheidungshilfe für das Heizen mit Gas

Die Wahl des richtigen Brennstoffs sollte gut überlegt sein. Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, die es dabei abzuwägen gilt. Nachfolgend haben wir für Sie die wichtigsten Vor- und Nachteile einer Gasheizung gegenübergestellt, um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern.

Was spricht für eine Gasheizung? Die Vorteile:

  • Niedrige Anschaffungspreise bei vorhandenem Gasanschluss
  • Geringere CO2-Emissionen als Öl oder Kohle (Gas bleibt aber ein fossiler Brennstoff)
  • Gas muss nicht gelagert werden
  • Brennstoffversorgung erfolgt automatisch
  • Brennwert des Brennstoffs Gas ist hoch
  • Brennwerttechnik ist effizient
  • Möglichkeit der Kombination mit regenerativen Energiequellen
  • Heizung benötigt wenig Platz

Was spricht gegen eine Gasheizung? Die Nachteile:

  • Notwendigkeit eines Gasanschlusses
  • Ungewissheit bei der Gaspreisentwicklung
  • Negative Auswirkungen des fossilen Brennstoffs auf Umweltbilanz
  • Abhängigkeit vom Ausland, da der Rohstoff hierzulande kaum gefördert wird
  • Risiko von Lieferengpässen durch Import
  • Keine Förderung

Bei Neubau: Gasheizung frühzeitig in die Planung einbeziehen

Wenn man einen Neubau plant und weiß, welche Art von Heizung künftig genutzt werden soll, können die dafür notwendigen baulichen Voraussetzungen leicht geschaffen werden. Bei einem Brennwertkessel sollte beispielsweise ein Schornstein gesetzt werden, der säure- und feuchtigkeitsbeständig ist.

Soll hingegen in einem Bestandsgebäude ein neuer Gasanschluss gelegt werden, sind vergleichsweise deutlich umfangreichere bauliche Veränderungen und Genehmigungen erforderlich. Für einen neuen Gas-Brennwertkessel in einem Einfamilienhaus müssen Sie Kosten von ungefähr 5000 Euro einplanen. Wenn Ihre Gasheizung allerdings älter als 20 Jahre ist, amortisiert sich Ihre neue Heizung aufgrund der höheren Effizienz und den deutlich geringeren Kosten schnell.

FAQ – Noch Fragen?

Wie viel kostet 1 kWh Gas durchschnittlich?

Ein Gaspreis setzt sich aus den Komponenten Gasbeschaffung und Vertrieb, regulierte Netzentgelte und Steuern und Abgaben zusammen. Im Jahr 2017 lag der durchschnittliche Erdgaspreis für einen Haushalt (EFH) bei 5,78 ct/kWh.

  • Ein hydraulischer Abgleich kann Heizleistung verbessern
  • Heizwassertemperatur reduzieren
  • Heizkörper entlüften und auf Druckanzeige achten
  • Heizungspumpe modernisieren
  • Passende Zimmertemperatur wählen
  • Nur heizen, wenn man sich im Raum aufhält
  • Stoßlüften statt Dauerkippen

Das Heizen mit Gas ist äußerst sicher. Das hat gute Gründe:

  • Die Hauptabsperreinrichtung stoppt zuverlässig den Gasfluss
  • Bei einem Herd oder einer Etagenheizung mit Gas stoppt die Zündsicherung die Gaszufuhr
  • Eine Gassteckdose ist komfortable und sicher zu handhaben
  • CE-Prüfzeichen garantiert, dass das Gerät nach internationalen Richtlinien getestet wurde

Die vereinzelten Unfälle sind in der Regel auf unzulässige Eingriffe wie Gasdiebstahl oder vorsätzliche Manipulation zurückzuführen. Darüber hinaus können erdverlegte Gasleitungen aufgrund falscher oder nicht beachteter Baupläne von z. B. Baggern beschädigt werden. In alten Bestandsleitungen kann es auch durch Korrosion zu Undichtheiten kommen.

  • Bewahren Sie Ruhe – Sie nehmen bereits kleinste Gasmengen wahr.
  • Schließen Sie den Gashahn
  • Erzeugen Sie keine Funken – auch Lichtschalter, elektrische Geräte und Stecker nicht betätigen
  • Öffnen Sie Fenster und Türen – Dunstabzugshaube oder Ventilator wegen Funkenbildung nicht verwenden
  • Warnen Sie Ihre Mitbewohner – Klingel aufgrund von Funkenbildung vermeiden
  • Verlassen Sie das Gebäude – Erst nachdem Sie einen Sicherheitsabstand eingenommen haben rufen Sie den Entstörungsdienst an

Wenn Sie sich gesondert für einem solchen Notfall schützen möchten, können Sie in Ihrer Wohnung bzw. Ihrem Haus einen Gasmelder installieren lassen. Dieser gibt bei der geringsten Gasmenge ein lautes Signal und warnt Sie so rechtzeitig vor der drohenden Gefahr. Gasvergiftungen oder gar Explosionen können so vermieden werden.

Bernhard Hoff

Über den Autor

Bernhard Hoff

Bernd ist Betriebsleiter bei ökoloco. Er hat über 25 Jahren Berufserfahrung im Bereich Wärmepumpe und Öl-, bzw. Gasfeuerungsanlagen. In unserem Ratgeber legt er seinen Fokus vor allem auf praktische Themen wie das Entlüften der Heizung, die Funktionsweise von Pelletheizungen oder den hydraulischen Abgleich. Wenn Sie eine Frage zum Thema Heizung oder Energie Effizienz haben richten Sie diese bitte an technik@oekoloco.de.

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