Die Heizung tropft: Ursachen und Tipps zur Behebung

Tropfende Heizung: Das sind die möglichen Ursachen

Beitragsbild: Heizung tropft

Wenn die Heizung tropft und beim Betreten der Zimmer eine Pfütze auf dem Boden festgestellt wird, können zwei generelle Fälle herrschen. Zum einen kann sich das Leck am Heizkörper selbst befinden. Andererseits besteht die Möglichkeit, dass ein Schaden am Heizungsrohr beziehungsweise am Heizkessel vorliegt. Ohne einen wirklichen Defekt kann ein mit der Zeit zu erwartendem Verschleiße der Dichtungen der Grund dafür sein, dass die Heizung tropft. Des Weiteren können dies Ursachen für ein Tropfen der Anlage sein:

  • Risse in Materialien (Rohre, Kesselwände)
  • Poröse Dichtung
  • Fehlerhafte Schweißnähte am Radiator
  • Defekte am Heizkessel
  • Verschleiß am Ausdehnungsgefäß
  • Kaputtes Manometer
  • Ausfall am Überdruckventil
  • Verklemmtes / Verkalktes Thermostat

    Info: Tropft die Heizungsanlage direkt am Heizkessel, sollte die Wasserzufuhr unterbunden werden. In diesen Fällen ist stets der Fachmann zu rufen – dies bedarf kompetenten Wissens!

    Tipp: Mit vorhandenem handwerklichem Geschick lässt sich eine alte Dichtung mittels O-Ring ersetzen – dieser wird zur langfristigen Funktionalität folglich noch mit Dichtungsfett eingerieben.

    Achtung: Ein Austausch der Dichtungen kann bei unsachgemäßer Reparatur größere Schäden nach sich ziehen – daher sollte der Mieter lieber den Fachmann kontaktieren!

    Inhaltsverzeichnis

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      Welche Lösungen bieten sich an, wenn die Heizung tropft?

      Sollte ein Auslaufen an einer Stelle der Heizungsanlage festgestellt werden, sollte schnell gehandelt werden. Ansonsten sind weit reichende Konsequenzen zu befürchten:

      • Funktionsstörung (kein optimaler Druck, ineffizienter Wasserkreislauf)
      • Wasserschaden
      • Schimmelbildung
      • Schaden am Mauerwerk

      Als Erstes sollte die Fehlerursache festgestellt werden. Dies ist meist am Leck und der Pfütze zu bemerken. Natürlich sollte diese alsbald aufgewischt werden. Mit einer Auslage an Wasser aufnahmefähigen Materialien wie Lappen und Decken verhindern die Mieter bereits eine folgende Gefährdung des Mauerwerks. Während der Untersuchung der Problemstelle lässt sich nun leicht feststellen, ob der Schaden selbst durch Verschraubung oder Entlüftung behoben werden kann, Ansonsten erfolgt nun der informierende Anruf an den Vermieter, sodass die Reparatur zeitnah eingeleitet werden kann.

      Tipp: Lässt sich das Leck nicht eindeutig ausmachen, wird das Wasser einfach komplett aufgewischt und der Boden mit Zellstoff ausgelegt – nun findet sich der Defekt oberhalb des neuen Wassers.

      Bei Rissen im Material oder Schäden am Heizkessel ist stets der Fachmann herbeizurufen. Dies geschieht in der Regel durch den Vermieter oder die Verwaltungsgesellschaft. Auch poröse Dichtungen im Heizkreislauf sind nicht durch Laien auszutauschen.

      Bei spät bemerkten und fortgeschrittenen Schäden helfen folgende Werkzeuge, um die Tragweite der Leckage festzustellen:

      • Ultraschall-Feuchtigkeitsmessgerät für den Boden
      • Wärmebildkamera (Thermografie) für das Gemäuer
      • Hohlraum- / Rohrkamera für uneinsichtige Bereiche

      Wer ist für die Behebung des Schadens verantwortlich?

      Bei einem Schaden an der Heizung kann eine erste Fehlersuche durch den Mieter nicht schaden. Wenn die Heizung tropft, hängt das Problem meist „nur“ mit einer gelösten Verschraubung zusammen. Wenn eigens Hand angelegt wird, sollte dies vorsichtig anstatt kraftvoll geschehen. Es ist darauf zu achten, dass die Verschraubung nicht überdreht wird.

      In allen anderen Fällen ist der Mieter verpflichtet, seinen Vermieter beziehungsweise die Mittlergesellschaft über das Leck zu informieren. Zum einen übergibt der Bewohner die Verantwortung an den dafür Zuständigen weiter. Andererseits ermöglicht diese Information eine rasche Reparatur oder einen bedingten Austausch relevanter Bauteile durch den Heizungsbauer oder -installateur. Anschließend kann am Heizungskörper der Wohnung folgendes vorgenommen werden:

      • Wechsel der Dichtungen
      • Austausch Schraubelemente
      • Integration neuer Zu- und Ableitungen
      • Tausch des gesamten Heizkörpers

      Sind der Vermieter sowie Hausmeister oder die Verwaltungsgesellschaft nicht abruf- und kontaktierbar, darf der Mieter im Notfall selbst die Einleitung der Reparaturmaßnahmen vornehmen. Für diese Aufgaben kann der Mieter folgend eine Rechnung einreichen, welche vom Vermieter beglichen werden muss. Dies gilt auch für den Fall, dass der Vermieter zwar kontaktiert werden konnte, sich aber nicht zur Reparatur bereit erklärte. Nach einer empfohlenen Zeitspanne von zwei bis drei Tagen können auch hier Heizungsbauer oder -installateur gerufen werden. Die daraus folgende Rechnung sollte in jedem Fall verhältnismäßig sein! Wird ein kompletter Heizkörper ausgetauscht, obwohl er hätte repariert werden können, bleibt der Mieter auf diesen Kosten sitzen. Des Weiteren kann die Verantwortlichkeit im Mietvertrag geregelt sein. Meist anteilig zum Mietpreis werden Kleinreparaturen bis zu bestimmten ausgeschriebenen Beträgen vom Mieter abverlangt. Dies muss nachvollziehbar aufgeführt werden.

      Tipp: Dichtmasse fungiert nur als Zwischenlösung bei größeren Defekten. Ein Fachmann würde diese Maßnahme niemals als Endlösung vorschlagen.

      Info: Vermieter sowie Mieter haben beide eine Instandhaltungspflicht, welche über dem Mietrecht vereinbart vorliegt. Mit regelmäßigen Entlüftungen am Heizkörper, der oberflächlichen Reinigung dieser vor Schmutz und Staub sowie ohne mutwillige Beschädigung der Bauteile liegt die Verantwortung entlastend auf Seiten des Vermieters.

      Mitunter sind Eigentümer betroffen, bei denen selbst die Verantwortlichkeit liegt. In diesem Fall gilt es die Schwerpunkte Schadenseindämmung sowie Dokumentation zu berücksichtigen. Folgende Schritte sind für einen reibungslosen Ablauf mit der Versicherung empfehlenswert:

      • Hauptwasserhahn verschließen
      • Schäden fotografieren
      • Inventar sichern
      • Folgeschäden vermeiden
      • Schaden melden
      • Schadensregulierung

      Tipp: Die Arbeitsstunden, welche für die Behebung und Verhinderung des Schadens von privater Seite aufgebracht worden sind, werden von der Versicherung mit Auszahlungen bedacht.

      Info: Hausratsversicherungen verlangen oft die regelmäßige Kontrolle der Wasser führenden Heizungsanlage.

      FAQ – Noch Fragen?

      Wenn die Heizung tropft, können die Mieter die ersten Schritte zur Behebung des Schadens selbst durchführen:

      • Suche nach der Leckstelle
      • Lockere Verschraubungen festziehen
      • Druckverhältnis im Heizkessel beobachten
      • Heizkörper entlüften

      Info: Insbesondere wenn recht neue Heizungen oft mit Wasser nachgefüllt werden müssen, darf von einem Schaden ausgegangen werden – die Suche nach Leckagen wäre ratsam.

      Sollte nach einer Entlüftung des Heizkörpers immer noch Wasser aus dem Kreislauf weichen, kann dies an einem nicht optimal geschlossenen Heizungsventil liegen – dies gilt es zu überprüfen. Ansonsten können folgende Ursachen vorliegen, wenn die Heizung tropft:

      • Leck
      • Zu viel Wasser
      • Falsche Druckeinstellung

      Tipp: Ein Hydraulischer Abgleich ermittelt sämtliche optimalen Einstellungen für die individuelle Heizungsanlage und erhöht zudem das Einsparpotenzial bezüglich Brennstoff- und Wartungskosten.

      Info: Eine Heizungsanlage ist meist komplett aus demselben Baujahr – Materialverschleiß ist somit oft auch für mehrere Lecks im nahen Umfeld verantwortlich, weshalb über einen Austausch nachgedacht werden darf.

      Die Entlüftung eines Heizkörpers geht ohne große Mühen vonstatten. Mit einem Vierkant-Heizungsschlüssel und einem Auffangbehälter für abtropfendes Wasser kann jeder folgende einfache Schritte ausführen:

      1. Abstellen der Umwälzpumpe
      2. Warten (in einer Stunden sammelt sich die Luft im Heizkörper)
      3. Aufdrehen der Heizkörper auf höchste Stufe
      4. Aufdrehen des Heizungsventils mittels Heizungsschlüssel
      5. Entweichen der Luft (begleitet von einem Zischen)
      6. Zudrehen des Heizungsventils, sobald konstant Wasser austritt
      7. Abdrehen des Thermostats auf gewünschte Stufe
      8. Fortsetzung der Entlüftung an anderen Heizkörpern
      9. Kontrolle des Wasserdrucks
      10. Anstellen der Umwälzpumpe

      Mieter können anstatt der Umwälzpumpe den separaten Heizkreislauf der Wohnung schließen. Beginnend am untersten Heizkörper im Haus werden alle Korpi bis unter das Dach entlüftet. Oft ist dies die einfachste Lösung, damit die Heizung nicht mehr tropft.

      Info: Badheizkörper mit Zusatzfunktion Handtuchtrockner besitzen das Entlüftungsventil meist im oberen Bereich der Rückseite.

      Über den Autor

      Heiko Rexer

      Heiko ist unser technischer Leiter bei ökoloco. Er ist Installateur- und Heizungsbauermeister und mit über 18 Jahren Berufserfahrung Spezialist im…
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