Luft-Wasser-Wärmepumpe Kosten: Für die Montage, Anschaffung und monatlich
Im Neubau ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe in sehr vielen Fällen eine ideale Wahl. Aber auch im Altbau kann sie mit zahlreichen Vorteilen verbunden sein, zumal ihre Montage häufig mit vergleichsweise wenig Aufwand und Kosten verbunden ist. Welche Kosten für Anschaffung und Verbrauch anfallen sowie Fördermittel in 2026?
Wie erzeugt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe Heizenergie?
Die Funktionsweise einer Luft-Wasser-Wärmepumpe wird gerne mit der eines umgekehrten Kühlschranks erklärt. Während letzterer jedoch seinem Inhalt Wärme entzieht, entnimmt eine Wärmepumpe ihrer Umgebung Umweltenergie. Bei der Luft-Wasser-Wärmepumpe geschieht das über ein Außengerät mit Ventilator.
Anders als bei Erdwärmepumpen oder Grundwasserpumpen ist bei der Installation einer Luftwärmepumpe keine Erdbohrung erforderlich. Aus diesem Grund fallen die Kosten für die Installation deutlich geringer aus.
Was kosten Anschaffung und Montage einer Luft-Wasser-Wärmepumpe?
Bei den Kosten liegen Luft-Wasserwärmepumpen in der Regel unter denen anderer Wärmepumpenlösungen. Das liegt daran, dass sie anders als Sole-Wasser-Wärmepumpen oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen keine Bohrung und Erdarbeiten erfordern. Für ein Einfamilienhaus mit 150 qm Wohnfläche setzen sich die Kosten wie folgt zusammen:
- Ein üblicher Anschaffungspreis liegt zwischen rund 12.000 und 17.000 Euro.
- Die Kosten für die Installation belaufen sich einschließlich Zubehörteile üblicherweise zwischen etwa 3.000 und 5.500 Euro.
- Kosten für die Erschließung wie für einen Gasanschluss fallen jedoch nicht an.
Damit liegen die Kosten inkl. Montage bei ca. 15.000 bis 22.500 Euro. Im Durchschnitt müssen Sie mit einem erforderlichen Investitionsvolumen von um die 19.000 Euro rechnen.
Förderung 2026
Förderung 2026
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützt auch 2026 den Einbau von Wärmepumpen. Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue Förderbedingungen. Für eine förderfähige Wärmepumpe erhalten Eigentümer grundsätzlich 30 Prozent Grundförderung. Selbstnutzende Eigentümer können abhängig von ihrem Einkommen und der auszutauschenden Heizung weitere Boni erhalten. Insgesamt sind derzeit Zuschüsse von bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten möglich.
Bei angenommenen Kosten von 19.000 Euro reduziert allein die Grundförderung von 30 Prozent die selbst zu tragenden Kosten rechnerisch auf 13.300 Euro. Können alle Kosten als förderfähig berücksichtigt und die maximale Förderquote von 80 Prozent ausgeschöpft werden, verbleiben rechnerisch noch 3.800 Euro. Tatsächlich hängt die Höhe des Zuschusses immer von den individuellen Fördervoraussetzungen und den anerkannten förderfähigen Kosten ab.
| Förderart | Fördersatz | Beschreibung |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | Für den Einbau einer förderfähigen Wärmepumpe in einem bestehenden Gebäude. |
| Klimageschwindigkeitsbonus | +16 % | Für selbstnutzende Eigentümer beim Austausch bestimmter funktionsfähiger alter Heizungen. Der Bonus sinkt erstmals zum 1. Februar 2027 und anschließend halbjährlich um jeweils 4 Prozentpunkte. |
| Einkommensbonus | +10 %, +30 % oder +40 % | 40 % bei einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen bis 30.000 Euro, 30 % bis 40.000 Euro und 10 % bis 50.000 Euro. |
| Maximale Förderquote | bis zu 80 % | Für selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen bis 30.000 Euro. In den übrigen Fällen liegt die maximale Förderquote für Selbstnutzer grundsätzlich bei 70 %. |
Der frühere Effizienzbonus von 5 Prozent für Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln wie R290 oder den Wärmequellen Erdreich und Grundwasser ist seit dem 21. Juli 2026 entfallen. Im ersten Quartal 2027 soll stattdessen ein neuer Wertschöpfungsbonus für in der EU gefertigte Wärmepumpen eingeführt werden.
Für die erste Wohneinheit werden 2026 maximal 28.000 Euro förderfähige Kosten berücksichtigt. Dieser Höchstbetrag sinkt erstmals zum 1. Februar 2027 und anschließend halbjährlich um jeweils 750 Euro.
Zuständig für die Heizungsförderung privater Eigentümer in bestehenden Wohngebäuden ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Der Förderantrag wird über das Kundenportal „Meine KfW“ gestellt.
Wie hoch sind die monatlichen Kosten?
Wie hoch Ihre monatlichen Heizkosten im Einfamilienhaus sind, hängt von Ihrem Heizbedarf, dem Gebäudezustand und der Jahresarbeitszahl (JAZ) Ihrer Wärmepumpe ab. Bei einer Wohnfläche von 150 qm im gut gedämmten Altbau kann der Bedarf an Wärmeenergie bei rund 20.000 kWh pro Jahr einschließlich Warmwasserbereitung liegen.
Bei einer JAZ von 3,5 beträgt der Bedarf an elektrischer Energie zur Wärmeerzeugung in diesem Fall 20.000 / 3,5. Das sind rund 5.714 kWh. Aktuell kostet eine kWh Strom durchschnittlich 30,2 Cent. Im Jahr kommen also Kosten von knapp 1.726 Euro zusammen. Das sind monatlich etwa 144 Euro im sanierten Altbau.
Im gut gedämmten Neubau können Heizbedarf und monatliche Kosten etwa ein Drittel niedriger bei 96 Euro und im Niedrigenergiehaus bei der Hälfte oder 72 Euro liegen. Im 150-m2-Passivhaus können schließlich 1.000 kWh Strom für die Luft-Wasser-Wärmepumpe jährlich ausreichen, womit die monatlichen Kosten nur noch 25 Euro betragen.
Auch sollten Sie berücksichtigen, dass viele Versorger Wärmepumpenstrom generell sowie häufig auch zusätzlich zu bestimmten Zeiten vergünstigt anbieten. Falls Sie Ihre Wärmepumpe mit einer Solaranlage kombiniert haben, sind die monatlichen Kosten deutlich niedriger.
Welche Vor- und Nachteile gibt es

Die Entscheidung für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist mit folgenden Vorteilen verbunden:
- Luftwärmepumpen nutzen Umweltwärme und vermindern damit den CO2-Ausstoß.
- Sie sind in der Anschaffung und Montage preiswerter als Erd- oder Grundwasserwärmepumpen.
- Da sie gefördert werden können, liegen die Kosten für ihre Anschaffung im Bereich derer für eine Öl- oder Gasheizung.
- Gleichzeitig arbeiten Luftwärmepumpen in einem geeigneten Umfeld äußerst energieeffizient und sind in der Regel mit erheblich geringeren laufenden Kosten verbunden als Gas- oder Ölheizungen.
- Das Heizen mit Umgebungsluft ist genehmigungsfrei.
- Die Montage dauert meist nur wenige Tage und ist mit geringem Aufwand verbunden. Auch der Wartungsaufwand ist sehr begrenzt.
- Viele Luftwärmepumpen sind mit einer Kühlfunktion ausgestattet und damit auch quasi als Klimaanlage nutzbar.
Demgegenüber sind allerdings auch einige Nachteile zu bedenken:
- Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe lohnt sich oft nur bei guter Isolierung.
- Voraussetzung ist eine niedrige Vorlauftemperatur, die häufig nur 35 Grad Celsius beziehungsweise in Bestandsgebäuden maximal 55 Grad Celsius betragen darf.
- Die eventuell erforderliche Umrüstung auf eine Flächenheizung, beispielsweise in Gestalt einer Fußbodenheizung, kann zusätzliche Kosten verursachen. Sie können in einem Haus mit 150 m2 inklusive Demontage und Installation deutlich über 10.000 Euro liegen.
- Im Winter nimmt die Effizienz von Wärmepumpenheizungen ab.
- Die Ventilatoren von Wärmepumpen können eine Lärmbelästigung verursachen.
- Es ist möglich, dass für die Aufstellung der Außeneinheit eine Baugenehmigung erforderlich ist.