Elektroheizung

So funktioniert eine Elektroheizung

Bei einer elektronischen Direktheizungen wird Strom ohne Zwischenspeicher in Wärme umgewandelt. Die erzeugte Wärme wird dann an die Umgebung abgegeben. Eine Vielzahl an elektrischen Direktheizungen sind mit Heizleitern ausgestattet, die in Schamottesteinen oder anderen Natursteinen verlegt sind. Die Speicherfunktion des Steines sorgt für eine leicht zeitversetzte Wärmeabgabe.

Elektroheizungen gibt es auch in der Variante der Speicherheizung. Bei dieser Heizung wird die produzierte Wärmeenergie als erstes in einen Speicher transportiert. Dieser thermische Speicher besteht aus mineralischen Materialien. Die Wärmeenergie wird über Nacht von der Heizung aufgenommen.

Grafik: Funktionsweise Elektroheizung

Vorteile und Nachteile einer Elektroheizung

Wir haben für Sie die Vor- und Nachteile von Elektroheizungen zusammengestellt:

Vorteile
Nachteile
Lange Lebensdauer
Höhere Betriebskosten durch höhere Stromkosten
Vielfalt an wählbaren Designs und Ausführungen
Meist nur als Zusatzheizung sinnvoll
Integrierbarkeit in Wohnaccessoires
Keine staatliche Förderung durch KfW, BAFA o. ä.
Weniger Platzbedarf als konventionelle Heizkörper
Für Altbauten in der Regel ungeeignet
Beugt Schimmelbildung vor durch gleichmäßige Erwärmung
Nicht ökologisch (außer, wenn mit PV Anlage kombiniert)
Niedrige Anschaffungskosten
Gebäude sollte über sehr gute Dämmung verfügen
Heizungswartung hat geringeren Umfang und kein Schornsteinfeger Bedarf
Elektromagnetische Felder können als unangenehm empfunden werden
Unkomplizierte Montage
Raumtemperatur schwer messbar
Niedrigere bzw. keine Montagekosten
Heizkörper mit Direktstrahlung werden sehr heiß
Kaum gesetzliche Auflagen (Ausnahme: Ökodesign-Richtlinie)
Regelungsmöglichkeiten stark eingeschränkt (siehe Nachtspeicherheizung)
PV-Anlage kann umweltfreundlichen Strom für den Betrieb liefern
Abhängig von Strompreisen
Schnelle Erwärmung
Dezentrale Warmwasserbereitung mittels Durchlauferhitzer o. ä.
Es wird kein Abgassystem benötigt
Direktheizung wird mit Tagstrom betrieben, der kostenintensiver ist
Unabhängig von Öl- und Gaspreisen

Elektroheizung kaufen: Preise für eine Investition

In der Anschaffung ist eine Elektroheizung vergleichsweise kostengünstig. Ausschlaggebend für den am Ende zu zahlenden Preis ist der Hersteller und die Leistung der Heizung, die in der Einheit Watt angegeben wird. Hier haben wir für Sie die Kaufpreisspannen von fünf verschiedenen Elektroheizungen aufgelistet:  

Art der Elektroheizung
Anschaffungskosten
Infrarotheizung (Spiegelheizung)
100 – 500 €
Nachtspeicherheizung
150 – 1.200 €
Radiator
100 – 200 €
Natursteinheizung
200 – 1.200 €
Konvektor
50 – 250 €

Energieeffizienz der Elektroheizung

Die Effizienz der Elektroheizung leidet vor allem an einem hohen Stromverbrauch sowie einer schadstoffreichen Stromerzeugung. Dagegen liegt der Wirkungsgrad der Umwandlung von elektrischer Energie in thermische Energie bei 100 Prozent. Die reine Umwandlung ist also sehr effizient, da bei diesem Prozess keine Energie verloren geht. Bei der Stromerzeugung durch Kraftwerke und dem Stromtransport ist die Effizienz allerdings wesentlich niedriger. Der Gesamt- bzw. Systemwirkungsgrad sinkt dadurch erheblich. 

  • Braunkohlekraftwerk: 30 bis 40 % 

  • GuD-Kraftwerk: Ca. 55 % 

  • Gas-Brennwert-Heizkessel: 93 %

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Die Betriebskosten einer Elektroheizung

Die anfallenden Kosten für den Betrieb einer Elektroheizung sind stark abhängig davon, wie gut ein Gebäude gedämmt ist. Nimmt man als Beispiel einen Neubau mit einer sehr guten Wärmeisolierung und Dämmung, dann ist von einem jährlichen Verbrauch von 50 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter Wohnfläche zu rechnen. Für die Beheizung eines Raumes mit einer Fläche von 16 Quadratmetern schlägt demnach ein Verbrauch von 800 Kilowattstunden (kWh) zu Buche. Setzt man einen Strompreis von 32,8 für eine Kilowattstunde voraus, die von einem lokalen Versorger bezogen wird, belaufen sich die gesamten Heizkosten für den Betrieb auf 262,4 Euro im Jahr. 

Bei einem wesentlich schlechter gedämmten Altbau sehen die Kosten hingegen ganz anders aus. Hier sollte man von ungefähr 200 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter ausgehen, die für die Beheizung benötigt werden. Bei gleicher Raumgröße und gleichem Strompreis liegen die Kosten für den Betrieb im Jahr bei 1.049,6 Euro, also fast dem vierfachen Wert wie bei einem Neubau. 

Fazit: Je mehr Jahre die Elektroheizung in Betrieb ist, desto stärker fallen die hohen Betriebskosten ins Gewicht. Das bedeutet auch, das die Kostendifferenz zum Betrieb anderer Heizungsarten (Gasheizung, Ölheizung oder Pelletheizung) immer stärker auseinanderklafft. 

Tipp: Je höher der Verbrauch an elektrischem Strom ausfällt, desto wahrscheinlicher ist es, dass Ihr Stromanbieter Ihnen verbesserte Konditionen anbieten kann. Aus diesem Grund sollten Sie sich in kontinuierlich über Aktionen und Angebote informieren und gegebenenfalls über einen Anbieterwechsel nachdenken. 

Beitragsbild Elektroheizung

Verschiedene Arten der Elektroheizung

Es gibt unterschiedliche Arten, wie mit Hilfe von elektrischem Strom durch eine Heizung Wärme erzeugt wird. Neben der Nachtspeicherheizung gibt es noch weitere Typen, wobei man grundsätzlich zwischen der Direktheizung und der Speicherheizung unterscheidet. Diese Heizungen haben je eine andere Technologie der Wärmeerzeugung: 

Radiator

Radiatoren fallen unter die Gruppe der Direktheizungen und sind mobile oder fest montierte Heizkörper, die Wärme an den Raum abgeben. Diese sind häufig mit Öl befüllt und werden über einen Heizstab erhitzt. 

Konvektor

Ein Konvektor gehört ebenfalls zu den Direktheizungen. Konvektoren nehmen kühle Luft auf Höhe des Bodens auf und erwärmen diese. Indem die warme Luft nach oben steigt und die kühlere Luft nach unten sinkt, wird eine permanente Luftzirkulation gewährleistet.  

Handtuchheizung

Handtuchheizungen sind in verschiedenen Formen und Designs erhältlich. Rohre werden durch Querverbindungen verbunden, um Handtücher ideal trocknen zu können. Als Materialien werden bei den meisten Modellen Aluminium, Stahl oder Edelstahl verwendet. Die Handtuchheizung ist entweder an der Wand oder auch im freien Raum montierbar. 

Heizlüfter

Ein Heizlüfter wird häufig auch als Heizluftgebläse bezeichnet und gehört zu der Gruppe der Direktheizungen. Für ein Partyraum oder für den Fall, dass die eigentliche Heizungsanlage ausfällt, stellt der Heizlüfter eine sinnvolle Alternative dar. Eine dauerhafte Lösung für die Beheizung eines Gebäudes ist der Heizlüfter nicht. 

Infrarotheizung

Die Strahlungswärme der Infrarotheizung erwärmt nicht die Luft in einem Raum, sondern die darin befindlichen Körper und Gegenstände. Auch eine Infrarotheizung lohnt sich nur, wenn sie sporadisch genutzt wird. Eine kontinuierliche Wärmeversorgung durch diese Art der Elektroheizung ist nicht wirtschaftlich. Die Infrarotheizung ist eine Direktheizung. 

Wandheizung

Wandheizungen sind als Spiegel-, Tafel oder Bildheizung erhältlich. Die Vielfalt an wählbaren Designs macht eine optimale Integration in den Wohnraum möglich. Sie gilt als Infrarotheizung und ist somit ebenfalls eine Direktheizung. Es gibt jedoch auch wasserführende Wandheizungssysteme, die in Verbindung mit einer Öl- oder Gasbrennwerttherme betrieben werden können. 

Fußbodenheizung

Fußbodenheizungen müssen nicht wasserführend betrieben werden, sondern können auch durch elektrisch erwärmte Heizelemente für Raumwärme sorgen. Die Infrarotheizung erwärmt den Bodenbelag, der die Wärme wiederum an den Raum abgibt. Eine Fußbodenheizung wird als sehr behaglich empfunden und steigert den Wohnkomfort Ihrer Immobilie. 

Fußleistenheizung

Fußleistenheizungen werden – wie der Name schon sagt – auf Höhe der Fußleiste, also am unteren Rand der Wände montiert. Die Wärme, die durch die Heizung erzeugt wird, steigt an den Wänden hinauf. Von den Wänden aus geht die Wärme dann an den Raum über. Diese Heizungsart ist ein hilfreiches Mittel um Schimmelbildung zu beseitigen oder vorzubeugen. Durch die Heizung bleiben die Wände trocken und warm. Die Fußleistenheizung ist eine Direktheizung. 

Nachtspeicherheizung

Die Nachtspeicherheizung wird nachts mit dem kostengünstigeren Nachtstrom aufgeladen und gibt die gespeicherte Wärme über den Tag hinweg verteilt an den Raum ab. Wird die gespeicherte Wärme allerdings verbraucht, muss mit wesentlich teurerem Tagstrom nachgeheizt werden. Da allerdings der Nachtstrom gebietsweise teurer geworden oder abgeschafft worden ist sowie der teilweise vorhandene Asbestgehalt gesundheitsgefährdend ist, gilt der Nachtspeicherofen als Auslaufmodell. Sie ist eine Speicherheizung. 

Flächenspeicherheizung

Eine Flächenspeicherheizung funktioniert ähnlich wie eine Nachtspeicherheizung, abgesehen davon, dass sie intuitiver regelbar und effizienter betreibbar ist. Auch bei dieser Speicherheizung wird elektrische Energie aus dem Stromnetz auf einen Speicher übertragen und dann schließlich an den Raum abgegeben. 

Natursteinheizung

Die Natursteinheizung produziert Wärme, indem eine Steinplatte mit Hilfe von Strom erwärmt wird. Die Leitfähigkeit des Steins sorgt für die Wärmeabgabe. Der Wärmespeicher der Natursteinheizung ermöglicht auch dann noch eine wärmende Wirkung, wenn der Strom bereits abgestellt worden ist. 

Von einer Elektroheizung zu einer Gasheizung wechseln

Auf lange Sicht ist eine Elektroheizung durch die sehr hohen Betriebskosten nicht rentabel. Daher kann es sich lohnen bei einer langfristigen Planung hinsichtlich der energetischen Effizienz einer Immobilie über sinnvolle Alternativen nachzudenken. Eine mit dem Brennstoff Erdgas betriebene Brennwerttherme bietet viele Vorteile, um langfristig niedrige Heizkosten zu gewährleisten. Die Brennwerttechnik dieser Heizungsanlage nutzt die in den Abgasen enthaltene Wärme und erhöht auf diese Weise merklich den Normnutzungsgrad der Anlage. Außerdem lässt sich eine Brennwertheizung auch mit regenerativen Energiequellen wie Sonnenenergie oder Erdwärme kombinieren oder nachträglich erweitern. Dafür eignen sich zum Beispiel eine Solarthermie-, eine Photovoltaik-Anlage oder eine Wärmepumpe. 

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