Was kostet eine neue Heizung?

Die Kosten der verschiedenen Heizsysteme im Überblick

Für welchen Gebäudetyp suchen Sie eine neue Heizung?

Faktoren die berücksichtigt werden sollten

Bei einer Anschaffung einer neuen Heizungsanlage steht neben eines möglichst niedrigen Energieverbrauchs und ökologischer Aspekte ebenso die Wirtschaftlichkeit im Fokus. Bereits beim Kauf kommen Anschaffungskosten und Installationsarbeiten auf die Projektpartner zu. Eine Recherche bezüglich Förderungsmöglichkeiten und laufender Kosten der einzelnen Heizungsanlagen werden sich somit lohnen.

Beitragsbild: Was kostet eine neue Heizung

Ein elektrischer Heizofen mit 2.000 Watt ist zwar sehr günstig in der Anschaffung, kostet aber bei einem durchschnittlichen Strompreis von 25 Cent in der Stunde 50 Cent. Berücksichtigt man die hohen Stromkosten über einen langen Winter, lohnt sich ein elektrischer Heizofen als primäre Heizquelle also ganz und gar nicht.

Diese laufenden Kosten gilt es bei einer Installation einer Heizungsanlage im Blick zu behalten – die Betriebskosten addieren sich noch rascher.

Was kostet eine Heizung im Neubau?

Bei der Wahl der Heizung für den Neubau sind dem Käufer viel mehr Möglichkeiten gegeben. Dies hat mit der guten Energieeffizienz des Baus und den modernen Dämmstandards zu tun. Aus diesem Grund stehen vor allem die regenerativen Heizmethoden klar im Trend. Hier kann über die Zeit sehr viel Geld gespart werden. Mit einer Kombination aus Solarthermie und Brennwerttherme sichert sich der Hausbesitzer eine flexible und umweltschonende Heizanlage. Zudem ist es ihm, mittels Wärmepumpe und Solaranlage, möglich, die Erwärmung des Brauchwassers günstig zu forcieren beziehungsweise die benötigte Wärme selbst zu erzeugen.

Heizungsart
Anschaffungskosten
Laufende Kosten
Wartung
Amortisation
Fördermöglichkeiten
Gasbrennwert- heizung
5.000-10.000 €
260 €
170 €
Nach 10 Jahren
Ja (Bei moderner Brennwerttechnik)
Ölbrennwert- heizung
6.000-14.000 €
290 €
300 €
Nach 11 Jahren
Ja (Bei moderner Brennwerttechnik)
Pelletheizung
16.000-25.000 €
150 € (Pellets 220 €)
250 €
Nach 13 Jahren
Ja
Elektroheizung
5.000-8.000 €
1050 €
80 €
Nach 9 Jahren
Nein
Wärmepumpe
12.000-17.000 €
670 €
100 €
Nach 12 Jahren
Ja
Solarthermie
5.000-14.000 €
220 €
350 €
Nach 11 Jahren
Ja
Brennstoffzelle
Ab 30.000 €
250 €
400 €
Nach 14 Jahren
Ja
Blockheizkraftwerk
15.000-30.000 €
130 €
450 €
Nach 14 Jahren
Ja
Fernwärme
4.500-12.000 €
100 €
80 €
Nach 8 Jahren
Ja (regional)
Hybridheizung
12.000-17.000 €
350 €
380 €
Nach 12 Jahren
Ja

Was kostet eine Heizung im Altbau?

Je nach Nutzung und optimalen Rahmenbedingungen funktionieren die unterschiedlichen Heizungsarten verschieden gut mit den Gebäuden. Während Gasheizungen den Großteil der Heizungsarten stellen, kämpfen sich nach und nach umweltfreundlichere Methoden wie die Pelletheizung in den Fokus der Aufmerksamkeit. Altbauten können bei einer Top Sanierung und moderner Dämmung sogar mittels Wärmepumpe effizient beheizt werden. Ein wenig sanierter Altbau aus 1977 hingegen gilt mit einer Wärmepumpe als Kostenfalle. Die Solarthermie ist ohnehin als zusätzliche Heizvariante zur Erwärmung des benötigten Brauchwassers durch eigens erzeugte Wärme vorgesehen – nicht als eigenständige Heizungsart.

Heizungsart
Anschaffungskosten
Laufende Kosten
Wartung
Amortisation
Fördermöglichkeiten
Gasheizung
5.000-10.000 €
260 €
170 €
Nach 10 Jahren
Ja (Bei moderner Brennwerttechnik)
Ölheizung
6.000-14.000 €
290 €
300 €
Nach 11 Jahren
Ja (Bei moderner Brennwerttechnik)
Holzheizung
17.000-22.000 €
180 €
180 €
Nach 11 Jahren
Nein
Pelletheizung
16.000-25.000 €
150 € (Pellets 220 €)
250 €
Nach 12 Jahren
Ja (Bei moderner Brennwerttechnik)
Elektroheizung
5.000-8.000 €
1050 €
80 €
Nach 9 Jahren
Nein
Wärmepumpe
15.000-17.000 €
670 €
100 €
Nach 12 Jahren
Ja
Solarthermie
5000-14000 €
220 €
350 €
Nach 11 Jahren
Ja

Die Vor- und Nachteile der Heizungen

Für unterschiedliche Häusertypen bieten sich diverse Heizungsarten an. Nach Dämmstandard, Bauweise sowie dem Energiehaushalt schaffen verschiedene Heizungsarten optimale Erwärmungsprozesse. Dabei spielt bei regenerativen Heizmethoden vor allem der Standort eine wichtige Rolle – diese modernen Heizungsanlagen liegen im Trend und sind besonders umweltfreundlich. Folgend ein kleiner Überblick: Heizungsanlagen liegen im Trend und sind besonders umweltfreundlich. Folgend ein kleiner Überblick:

Heizungsart
Vorteile
Nachteile
Fördermöglichkeiten
Gasheizung
  • Geringer Platzbedarf
  • Stand- und Aufhänggerät
  • Effizienz durch Regelstufen
  • Gute Umweltwerte – mit Bio-Gas klimaneutral
  • Moderne Technik
  • Kombinierbar mit Solarthermie oder Wärmepumpe
  • Wartungsarm
  • Hohe Betriebskosten
  • Fossiler Brennstoff
  • Abhängigkeit vom Ausland
  • Anschluss an Gasnetz notwendig
  • Zuschüsse für Brennwerttechnik
  • 10 Prozent Förderung für moderne Heizkessel
  • Maximal 2.500 Euro Förderung für Einbau Gasheizung
  • Gaskesseltauschbonus von 500 Euro
  • Maximal 7.500 Euro pro Wohneinheit bei Brennwerttechnik
  • Darlehensbetrag bis zu 50.000 Euro
  • Tilgungszuschuss von 12,5 Prozent
  • 500 Euro bei zusätzlicher Installation einer Solarthermieanlage
Ölheizung
  • Niedrige Anschaffungskosten
  • Kein Gasanschluss notwendig
  • Sicherer Betrieb durch ausgereifte Technik
  • Gut mit erneuerbarer Energie kombinierbar
  • Platz für Öltank notwendig
  • Geruchsemission
  • Ölpreisentwicklung nicht absehbar
  • Hoher Wartungs- und Reinigungsaufwand
  • Verrußung
  • Umrüstung auf effiziente Brennwerttechnik
  • Maximal 7.500 Euro pro Wohneinheit bei Brennwerttechnik
  • Darlehensbetrag bis zu 50.000 Euro
  • Tilgungszuschuss von 12,5 Prozent
  • 500 Euro bei zusätzlicher Installation einer Solarthermieanlage
Holzheizung
  • Umweltfreundlichkeit dank nachwachsendem Rohstoff
  • Hoher Wirkungsgrad
  • Relativ wenig Störfälle
  • Schadstoffarm
  • Niedrige Betriebskosten
  • Ideal für schlecht gedämmte oder denkmalgeschützte Altbauten
  • Großer Lagerplatz notwendig
  • Ohne Pufferspeicher weniger komfortabel (Nachlegen von Holz)
  • Regelmäßige Ascheentfernung
  • Effizient bei hohem Energiebedarf (ab etwa 15kW)
  • 2.000 Euro für Holzofen mit Nennwärmeleistung von 5kW
  • Bis zu 30 Prozent auf Austausch alter Bauelemente
Pelletheizung
  • Umweltfreundlichkeit dank nachwachsendem Rohstoff
  • Bereitstellung Pellets benötigt weniger Energie als von fossilen Brennstoffen
  • Wenig Asche
  • Hoher Wirkungsgrad
  • Kombinierbar mit Solarthermie und Wärmepumpe
  • Ideal für schlecht gedämmte oder denkmalgeschützte Altbauten
  • Hohe Anschaffungskosten
  • Großer Stellplatz notwendig
  • Spezielle Anforderungen wie Abstände zu Bauteilen
  • Versorgungssicherheit bei Steigerung der Nachfrage unsicherer
  • Brennstoff wird vorfinanziert
  • 2.000 Euro für Pelletofen mit Nennwärmeleistung von 5kW
  • 3.500 Euro für Pelletkessel mit Nennwärmeleistung von 5-100 kW
  • 500 Euro für Kombination mit Solarthermie
Elektro-
heizung
  • Kein Staub und Dreck
  • Unkomplizierte Installation
  • Keine Brandgefahr
  • Kein Wartungsaufwand
  • Dekorationselement
  • Anpassung des Stromnetzes auf höhere Leistungen
  • Hohe Heiz- / Stromkosten
  • Energie- und kostenineffizient
  • Nachtspeicherheizungen schlecht regelbar
  • Voraussetzung ist ein guter Dämmstandard
  • Keine direkte Förderung – aber über innovative Heizkonzepte
  • Modernisierungs-
    förderung im Altbau
Erdwärme-
pumpe
  • Umweltfreundlichkeit – mit Bio-Strom besser
  • Niedrige Heizkosten
  • Effizient bei Temperaturen über 15 Grad
  • Umdrehung der Förderrichtung dient zusätzlicher Kühlung
  • + Keine Emissionen
  • Lange Lebensdauer
  • Wartungsarm
  • Immobilienwertsteigerung
  • Kostenlose Umweltenergie (Unabhängigkeit zum Rohstoffmarkt)
  • Aufwändige Genehmigungsverfahren
  • Hohe Erschließungskosten
  • Abhängigkeit von örtlichen Begebenheiten
  • Hohe Stromkosten bei Temperaturen unter 15 Grad Celsius
  • Lohnt nicht bei alten Radiatorheizkörpern
  • Pauschalsumme von mindestens 4.500 Euro
  • 500 Euro Bonus für modernen Pufferspeicher
  • 500 Euro Prämie für Kombination mit Solarthermie
Solarthermie
  • Verlängerung der Lebensdauer eines Heizkessels
  • Wärme und Strom ohne Brennstoffkosten
  • Umweltfreundliche Heizungsart
  • Unabhängigkeit von Preisschwankungen
  • Senkung jährlicher Heiz- und Warmwasserkosten
  • Wartungs- und störungsarm
  • Lange Lebensdauer
  • Gesamtheizlast nicht tragbar
  • Dach im 45-Grad-Winkel nach Süden
  • Energieerzeugung von Sonne abhängig
  • Platzbedarf für Kollektoren und Speicher
  • Hohe Investitionskosten
  • Standortabhängigkeit
  • Pauschale von 2.000 Euro
  • 500 Euro für Einspeisung ins Wärmenetz
  • 50 Euro für extra Einbau einer Solarpumpe
  • 50 Prozent Basisförderung bei Einhaltung der Vorgaben EnEv
  • 500 Euro bei Installation von Biomasseanlage oder Wärmepumpe
  • 500 Euro bei Austausch alten Heizkessels
Brennstoff-
zelle
  • Kombinierte Erzeugung von Strom und Wärme
  • Reduzierter Schadstoffausstoß
  • Unabhängige Stromversorgung mit Stromspeicher
  • Extrem effizient und umweltschonend
  • Kompakte Anlagentechnik ohne Lärm
  • Wirtschaftlicher Betrieb auch in Gebäuden mit niedrigem Wärmebedarf
  • Hohe Anschaffungskosten
  • Abhängigkeit von Gas, einem Gasanschluss und den Rohstoffpreisen
  • Regelmäßige Wartungsarbeiten
  • Nicht für jedes Haus geeignet
  • 40 Prozent der Anschaffungskosten (maximal 28.200 Euro)
  • Zusatzförderung 450 Euro pro 100 Watt Leistung
  • BAFA-Zuschüsse für Kilowatt elektrische Leistung
Blockheiz-
kraftwerk
  • Heizung nutzt die Energie des Brennstoffs bis zu 90 Prozent aus
  • Zusätzliche Erzeugung von Strom
  • Heizkosten und Stromkosten werden gesenkt
  • Investitionszuschuss per BAFA-Förderung und Stromvergütung möglich
  • Günstiger als Brennstoffzellenheizung
  • Kompakte Anlagentechnik ohne Lärm
  • Wirtschaftlicher Betrieb mit Wärmebedarf zwischen 15.000-20.000 KWh
  • BHKWs mit Verbrennungsmotoren eignen sich nicht für Niedrigenergiehäuser
  • Fossile Brennstoffe wie Heizöl (Preisentwicklung nicht absehbar)
  • Planungsaufwand
  • Nicht für jedes Haus geeignet
  • KfW-Zuschüsse nach Effizienzhausklassen (15-30 Prozent)
  • Einzelmaßnahmen zur Optimierung maximal 7.500 Euro
  • BAFA-Bonusförderung nach elektrischer Leistung (maximal 1.900 Euro je kW)
Fernwärme
  • Vergleichsweise günstige Warmwasser- und Heizversorgung
  • Kein Stellplatz notwendig
  • Keine Abgase, Geruch und Asche vor Ort
  • Sehr gute CO2-Bilanz bei Biokraftwerken
  • Keine eigene Heizung notwendig
  • Ressourcen schonend
  • Keine Wartungs- und Reparaturkosten
  • Energieverlust beim Transport (geringer Wirkungsgrad)
  • Keine Kombination mit Brennwerttechnik möglich
  • Hohe und langfristige Abhängigkeit vom Anbieter
  • Anschluss ans Fernwärmenetz
  • Preis für Energieträger höher und regional schwankend
  • Lokale Förderung möglich
  • Länderspezifische Heizinfrastruktur gibt Zuschüsse
Hybridheizung
  • Geringe Heizkosten durch Kombination mit erneuerbaren Energien
  • Hohe Sicherheit beim Heizen
  • Entlastung der Umwelt und die Schonung fossiler Energieträger
  • Größere Unabhängigkeit zum Rohstoffmarkt
  • Lange Lebensdauer
  • Wartungs- und störungsarm
  • EEWärmeG wird erfüllt
  • Bei Wärmepumpe gleichzeitig Kühlung möglich
  • Immobilienwertsteigerung
  • Flexibilität
  • Schont Heiz- / Brennwertkessel
  • Niedrige Kosten
  • Hohe Anschaffungskosten der aufwendiger Technik
  • Hoher Planungs-Aufwand zur Kombination der Systeme
  • Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen bei Öl- oder Gasheizungen
  • Viel Stellplatz notwendig
  • Mögliche Unbeständigkeit durch Schlechtwetterphasen
  • Teilweise aufwändige Genehmigungsverfahren
  • Hohe Erschließungskosten
  • Abhängigkeit von örtlichen Begebenheiten
  • Wirtschaftlicher Betrieb mittels staatlicher Förderung
  • Förderung durch KfW und BAFA

Was beachte ich beim Kauf einer neuen Heizung für den Neubau?

Vor dem Kauf der neuen Heizungsanlage für den Neubau dürfen folgende Schwerpunkte etwas genauer unter die Lupe genommen werden, um eine effiziente sowie klimafreundliche Heizung zu realisieren:

Kosten

Bezüglich der Anschaffungskosten liegt das Spektrum der Heizungsanlage für den Neubau zwischen günstigen Brennwertheizungen und intensiven modernen Alternativen wie Blockheizkraftwerk oder Wärmepumpe. Auf lange Zeit gesehen, amortisieren sich die modernen Anlagen etwas später, jedoch ergeben sich mit der Nutzdauer erhebliche Einsparungen bezüglich der Ausgaben. Für private Häuslebauer empfehlen sich diese langfristigen Investitionen, während der Vermieter eher auf Brennwerttechnik zurückgreifen wird.

Heizbedarf

Der Neubau ist aufgrund seines Energiekonzeptes mit einem niedrigen Heizbedarf ausgestattet als der Altbau. Dies zieht nach sich, dass der Energieverbrauch geringer ist und die Auswahl der lohnenswerten Heizungsarten breiter gefächert ist. Je nach Bauweise des Hauses führen Berechnungen zur idealen Lösung.

Haustyp

Neubauten können als Fertighaus oder Massivhaus konzipiert sein. Dies allein hat schon einen prägenden Einfluss auf den Energiebedarf und die beste Heizlösung. Des Weiteren haben die Gebäudefläche, Etagenanzahl sowie die Erfüllung der Energieverordnungen Relevanz.

Budget

In Neubauten herrschen meist so gute Dämmstandards, dass die laufenden Betriebskosten wunderbar gering gehalten werden können. Standortbestimmungen beeinflussen den Griff ins Budget, wenn suboptimale Rahmenbedingungen bei regenerativen Heizungsarten mehr Stromkosten verlangen.

Beratung durch Fachbetrieb

Aufgrund unterschiedlicher Energiekonzepte empfiehlt es sich die Beratung eines Fachbetriebs hinzuzuziehen – der Durchblick nach Richtlinien und Verordnungen entzieht sich meist dem Wissen des Privatkäufers. Diesbezüglich lassen sich mit den Dienstleistungsunternehmen gleich besondere Angebote für das Neubauprojekt ausarbeiten.

Rechtzeitige Beantragung der Fördermittel

Auch für den Neubau gilt die rechtzeitige Beantragung von Fördergeldern. Die BAFA vergibt dabei nur Zuschüsse, wenn der Antrag vor dem Baubeginn eingegangen ist. Die Fördermittel der KfW werden auch in der Bauphase noch vergeben.

Energiegesetze

Zum einen ist die Integration einer Heizung im Neubau an das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) gebunden. Hierbei gilt der Fokus regenerativen Energieträgern und einer sinnvollen Kombination verschiedener Heizmethoden. Des Weiteren muss im Neubau die Energieeinsparverordnung (EnEV) Berücksichtigung finden. 30 Prozent Einsparung gegenüber dem Gebäudebestand sowie ein geregelter Primärenergiebedarf sind die Hauptträger dieser Richtlinie.

Was beachte ich beim Kauf einer neuen Heizung für den Altbau?

Bereits im Vorfeld des Heizungskaufes sollten einige Aspekte unter die Lupe genommen werden. So schließen sich hierbei oft Heizungsarten aus, weil die Rahmenbedingungen keine effiziente und umweltschonende Funktionalität zulassen. Folgende Punkte sollten für eine neuen Heizung im Altbau analysiert werden:

Kosten

Die zwei großen Kostensäulen sind die Anschaffungskosten sowie die laufenden Betriebskosten. Meist steht einem höheren Anschaffungspreis eine etwas sparsamere Betriebskostenabrechnung gegenüber. Mit einer Wärmebedarfsrechnung und gut dimensionierten Heizkörpern lassen sich bei einem gründlichen Blick über die Jahre hinweg viele Euro sparen.

Heizbedarf

Der Heizbedarf richtet sich bei einem Altbau nach dem Sanierungszustand. Originalbauten aus dem Jahre 1950 werden sehr viel mehr Energie verbrauchen, als ein moderner Altbau mit gedämmter Gebäudehülle. Die Berechnung nach Verlegungssystem, Positionierung der Heizungszentrale sowie die individuellen Größen der Wohneinheiten geben nun einen Ausschlag für die zu erbringende Leistung – und damit auch einen Hinweis auf die richtige Heizung.

Haustyp

Bezüglich des Haustyps spielen einige Eigenschaften wichtige Rollen – zum einen das Baumaterial und die Verfugung der gesamten Architektur, andererseits zum Beispiel die Anzahl der Etagen. Mit einer genauen Größenfläche kann nach dem jeweiligen Energiebedarf die passende Heizung gefunden werden. Anhand des Baujahres können unterschiedliche Standards – auch hinsichtlich der Isolierung – Aufschluss auf die zu berücksichtigenden Maßnahmen geben. Es gibt große Unterschiede zwischen Massivhaus und Fertighaus sowie Einzel- oder Reihenhaus.

Budget

Wer auf das Ersparte schaut, sollte nicht nur die Anschaffungskosten parat stellen. Neben laufenden Kosten und der steten Wartung müssen auch der Rohstoff und mögliche Reparaturen oder Austausche von Elementen jederzeit durchführbar sein.

Beratung durch Fachbetrieb

Da beim Kauf einer Heizung im Altbau mehr als nur die Geldfrage geklärt sein muss und diverse Sonderfälle herrschen, sollte unbedingt ein Fachbetrieb bei der Planung zu Rate gezogen werden. Auch das Einholen von vergleichbaren Angeboten unterschiedlicher Heizungsbauern empfiehlt sich.

Rechtzeitige Beantragung der Fördermittel

Damit eine Investition in eine neue Altbauheizung nicht zu tief in das Budget schlägt, können Fördermittel beantragt werden. Vor allem bei der Modernisierung sowie dem Austausch der alten Heizungsanlage in eine moderne Variante mit regenerativen Brennstoffen stehen einige Zuschüsse und Zinstilgungen parat. Dabei sollte bewusst sein, das die BAFA nur im Vorfeld der Projektumsetzung fördert, die KfW auch rückwirkend mitten im Bauabschnitt.

Des Weiteren sollte auf folgende Themen in der Planung eingegangen werden:

  • Welche Vorarbeiten gibt es? (Entsorgung, Bohrung, Leitungsverlegung)
  • Müssen Richtlinien erfüllt werden? (Öko-Design, Abgasführung. Effizienzlabel)

Kostenkalkulation für eine spezielle Heizung im Neubau

Anhand der Wärmepumpe kann ein Einblick in die tatsächlichen Kosten erspäht werden:

  • Anschaffungskosten (13.000 Euro)
  • Installationskosten (1.500 Euro)
  • Betriebskosten (470 Euro)
  • Wartungskosten (300 Euro)
  • Stromverbrauch (Jahresarbeitszahl durch Strompreis)

Kostenkalkulation für eine spezielle Heizung im Altbau

Anhand der Pelletheizung kann ein Einblick in die tatsächlichen Kosten erspäht werden:

  • Anschaffungskosten (11.500 Euro)
  • Installationskosten (1.500 Euro)
  • Betriebskosten (150 Euro)
  • Pelletkosten (Vorrat 220 Euro)
  • Wartungskosten (250 Euro)
  • Stromverbrauch (4,73 Cent pro kW/h)
Animation Handwerker (2)

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Alternative – Heizung mieten

Die Alternative zum Kauf einer neuen Heizung stellt das Mieten eines gleichwertigen Heizungssystems dar. Dabei gilt es folgendes zu beachten:

  • Wie setzt sich der Mietpreis zusammen?
  • Ist die Anschaffung und Reparatur geklärt?
  • Welche Monatsfestpreise gibt es?
  • Welche Heizungsart wird angeboten?
  • Wie viele Jahre bindet man sich?
  • Wie sehen die Übernahmebedingungen nach der Mietzeit aus?
  • Tipp: Online-Heizrechner schenken einen einfachen Überblick über Ausgaben während des Mietzeitraums.

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Jan-Philipp Hotze

Geschäftsführer

Sein Ziel ist es jeden Haushalt nachhaltig zu versorgen und dabei zu helfen eine kohlenstoffarme Wirtschaft aufzubauen.
Als Kaufmann mit einem Bachelor in Betriebswirtschaft und einem Master in Energiewirtschaft ist Jan-Philipp Ihr Ansprechpartner rund um das Thema Energie Effizienz.
Fragen können Sie gerne an service@oekoloco.de richten.