Heizkosten senken

Energie sparen und die Umwelt schonen

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Die kalte Jahreszeit nähert sich und das wohlige Wohnklima wird mehr und mehr durch das Anschalten der Heizung erzielt. Bei zunehmender Erwärmung der Wohnung steigen letztendlich nicht nur die Temperaturen, sondern auch die Kosten. Daher ist es hilfreich, einige simple Tricks zu kennen, welche diese Ausgaben eindämmen.

25 Prozent der verbrauchten Energie wird für Heizung und Erwärmung beansprucht – 80 Prozent davon für die Erwärmung von Haushalten. Dieser Artikel erklärt, welche Kosten auf den Nutzer zukommen und mit welchem durchschnittlichen Verbrauch zu rechnen ist. So kann der Winter wohlig warm, inklusive Einsparpotenzial genossen werden.

Was gehört zu den Heizkosten?

Heizkosten setzen sich nicht nur aus der eigentlichen Erwärmung zusammen. Sie enthalten auch folgende Kosten:

  • Lieferung des Energieträgers

  • Verbrauchte Rohstoffmenge

  • Nebenkosten für Reinigung, Steuerung und Wartung

  • Schornsteinfegerkosten

  • Kosten für Betriebsstrom

  • Erstellung der Heizkostenabrechnung

  • Mitunter Miete von Messgeräten

  • Separate Kosten für die Wassererwärmung

Tipp: Die Heizkostenabrechnung muss bezüglich des Verbrauchs der Brennstoffe eine separate Angabe zum Start- sowie dem Endtermin der Messung aufführen. 

Info: Bei Miethäusern sollte zum Gesamtverbrauch ebenso ein Einzelverbrauch gelistet sein.

Wie sind die Heizkosten aufgeschlüsselt?

Für Erwärmung und Heizung werden rund 25 Prozent des gesamten Energieverbrauchs benötigt. Bei einem Anteil von 80 Prozent dieser Kosten für die Erwärmung in privaten Haushalten, darf gern an die Senkung der Heizkosten gedacht werden. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Umwelt

  • Klimafreundlichkeit

  • Prinzip

  • Budget

  • Effizienzsteigerung

Dabei bestehen die Heizkosten aus verschiedenen anteiligen Einzelkostenpunkten:

  • Lieferung des Energieträgers

  • Rohstoffverbrauch

  • Nebenkosten

  • Schornsteinfegerkosten

  • Betriebsstromkosten

  • Heizkostenabrechnung

  • Messgerätemiete

  • Kosten der Wassererwärmung

Die Vorteile Heizkosten zu sparen

Für die Einsparung der Heizkosten gibt es mehrere Gründe. Neben der offensichtlichen finanziellen Einsparung tragen globale sowie individuelle Vorteile zur Verantwortung gegenüber des Energieverbrauchs bei:

  • Umwelt – Schonung der Pflanzen- sowie Tierwelt, Erhaltung der Ressourcen

  • Klimafreundlichkeit – CO2-Emissionen lassen sich unkompliziert spürbar senken

  • Unabhängigkeit – Regenerative Brennstoffe stehen unendlich zur Verfügung, der Nutzer ist von Logistik und Preispolitik abgenabelt

  • Budget – Weniger Ausgaben bedeuten mehr Restbetrag für individuellen Luxus

  • Brennwerttechnik steigert die Effizienz und senkt somit den Rohstoffbedarf

Wie wird der Energieverbrauch berechnet?

Wie ermittelt man den Energieverbrauch?

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Mit welchen Heizkosten muss ich rechnen?

Die Heizkosten hängen von Faktoren wie Heizdauer, Nutzverhalten und der zu erwärmenden Fläche ab. Für eine etwa 70 m2 große Wohnung ist mit folgenden Kosten zu rechnen, bei einem Wert ab 16 Euro pro Quadratmeter sind die Heizkosten definitiv zu hoch:

  • Fernwärme (13,80 Euro pro m2)

  • Pellets (10,80 Euro pro m2)

  • Erdgas (11,90 Euro pro m2)

  • Heizöl (10,80 Euro pro m2)

  • Scheitholz (7,70 Euro pro m2)

Beispiel: Energieverbrauch für ein Einfamilienhaus

Bei einem Einfamilienhaus mit rund 200 Quadratmeter Wohnfläche auf zwei Etagen sollten diese Werte eingeplant werden:

Stromverbrauch

  • 1-Personen-Haushalt (gut: 1.500 – 1.900 kWh/a)
  • 2-Personen-Haushalt (gut: 2.600 – 3.300 kWh/a)
  • 3-Personen-Haushalt (gut: 3.700 – 4.500 kWh/a)
  • 4-Personen-Haushalt (gut: 4.600 – 5.500 kWh/a)
  • 5-Personen-Haushalt (gut: 5.500 – 6.500 kWh/a)

Erdgasverbrauch

  • Durchschnitt (160 kWh je m² im Jahr)
  • Gebäude 1955 (180 kWh je m² im Jahr)
  • Gebäude 1975 (115 kWh je m² im Jahr)
  • Gebäude 1990 (75 kWh je m² im Jahr)
  • Passiv-Häuser (15 kWh je m² im Jahr)

Heizölverbrauch

  • Durchschnitt (13,6 Liter je m2 im Jahr)
  • Gebäude bis 1977 (20 Liter je m2 im Jahr)
  • Gebäude bis 2002 (10 Liter je m2 im Jahr)
  • KfW-Effizienzhaus 70 (6 Liter je m2 im Jahr)
  • Passiv-Häuser (1,5 Liter je m2 im Jahr)

Checkliste: Heizkosten senken

Mit einfachen Kniffen lassen sich die Heizkosten spürbar senken. Dies mindert den Energieverbrauch und schont deshalb Umwelt und Budget.

Checkliste: Methoden zur Senkung der Heizkosten

Bereits einfachste Handhabungen bewirken eine Senkung der Heizkosten. Dabei muss der Mieter auf keinen Komfort verzichten und sich nicht einschränken. Folgende simple Maßnahmen helfen der Einsparung:

Heizkosten senken
  • Zimmertemperaturen optimieren

    • Wohn-, Kinderzimmer (20-23 Grad Celsius)
    • Schlafzimmer (17-20 Grad Celsius)
    • Küche (18-20 Grad Celsius)
    • Bad (20-24 Grad Celsius)
    • Flur (15-18 Grad Celsius)

  • Konstant heizen – während kurzer Abwesenheiten nicht ausschalten

  • Türen schließen – Luftzug und Kondenswasserbildung lässt sich vermeiden

  • Programmierbare Thermostate – Minutengenaue Regelung möglich

  • Heizkörper nicht verstellen – Wärme muss sich verteilen können

  • Heizkörper entlüften – Ungleichmäßige Erwärmung durch Luftbläschen verhindern

  • Lüften

  • Fenster schließen in der Nacht – Bewahren der Restwärme

  • Dämmung optimieren – Leitungen, Fassade, Reflexionsfolie)

  • Fenster, Türen abdichten – Isolierbänder, Silikonmaterialien mindern Verluste

  • Heizungsanlage warten – Sicht-, Funktionskontrollen, Hydraulischer Abgleich

  • Heizungspumpe erneuern – Optimierung um bis zu 100 kW/h (100 Euro)

  • Nachtabsenkung einplanen

  • Neue Baustoffe nutzen – Ytong, Kalksandstein, Vakuum-Isolations-Paneele

  • Auslegware verwenden – Teppiche speichern Wärme

  • Solaranlage integrieren – Warmwasser bis 60 Prozent (Heizung 25 Prozent)

  • Kaminofen aufstellen – schnelle Wärme für einzelne Aufenthaltsbereiche

  • Warmwasser sparen – Sparduschkopf, Einhebelarmaturen nach links drehen (nicht mittig einstellen)

  • Heizkosten vergleichen – Nutzverhalten prüfen, Leistungsübersicht der Anlage

  • Heizungssystem modernisieren – Effizienz durch Brennwerttechnik, Verlustvermeidung durch Austausch der Verschleißteile

Zimmertemperaturen beachten

Für die unterschiedlichen Zimmer sollten diverse Idealtemperaturen berücksichtigt werden. Folgende Raumtemperaturen haben sich als Standardreferenz durchgesetzt:

Zimmer
Temperatur
Wohnzimmer
20 – 23 °C
Schlafzimmer
17 – 20 °C
Kinderzimmer
20 – 23 °C
Küche
18 -20 °C
Bad
20 – 24 °C
Flur
15 – 18 °C
Büro / Arbeitszimmer
20 – 22 °C
Werkstatt
15 – 20 °C

Stetig heizen

Werden die Räumlichkeiten auf einem Durchschnittsheizwert gehalten, bedarf es weniger Energie diesen aufrechtzuerhalten, anstatt die Heizung jedes Mal auf die gewünschte Temperatur hochzufahren. Zu wenig Heizen fördert die Schimmelbildung aufgrund von Feuchtigkeit. Wer jedoch zu viel heizt, senkt mit der dauernden Hitze die Luftfeuchtigkeit. Die Folge dessen sind Erkältungen und Atemwegserkrankungen.

Türen schließen

Die Wärme sollte nicht unnütz an die Umgebung abgegeben werden – Speicher, Flur oder Wintergarten benötigen diese oft nicht. Zudem steigt beim Luftzug zwischen den Räumen die Wahrscheinlichkeit einer Kondenswasserbildung. Daher sollten die Zimmer mit Außenwänden – wie das Schlafzimmer – morgens gelüftet werden.

Programmierbare Thermostate verwenden

Der Vorteil dieser technischen Lösung ist die individuelle Einstellung nach eigenen Bedürfnissen. Minutengenaue Regelung des Temperaturanstiegs oder -abfalls ermöglicht ein persönliches Heizverhalten. 

Heizkörper frei stehen lassen

Die Abgabemöglichkeit der erzeugten Wärme ist bei einer Heizung für die Effizienz besonders wichtig. Sessel, Blumenstock oder Regal haben somit nichts vor dem Heizkörper zu suchen. Erstens nehmen sie die Hitze für den Raum auf und zweitens kann die stete Wärme diesen Materialien in der Beständigkeit schaden. Dies gilt ebenso für lange Gardinen und dicke Stoffvorhänge. Zu dicht positionierte Möbel verursachen bis zu 15 Prozent Heizverluste.

Heizkörper entlüften

Eine optimale Entlüftung des Heizkörpers garantiert den optimalen Heizwasserkreislauf. Bläschen im Heizkörper verringern den Transport des erhitzten Wassers und sorgen für eine ungleichmäßige Erwärmung des Korpus im Raum. Und so geht eine unkomplizierte Entlüftung:

  • Abschaltung der Umwälzpumpe
  • Eine Stunde Wartezeit (Luft sammelt sich)
  • Aufdrehen der Heizthermostate
  • Ansetzen des Heizungsschlüssels am Ventil
  • Drehen des Vierkants / Schraubenziehers gegen den Uhrzeigersinn
  • Entlüftung startet (von Zischen begleitet)
  • Zudrehen des Ventils, sobald konstanter Wasserfluss erkennbar
  • Abdrehen der Thermostate auf gewünschtes Maß
  • Fortsetzung der Entlüftung an weiteren Heizkörpern
  • Kontrolle des Wasserdrucks
  • Inbetriebnahme der Umwälzpumpe

Info: Regelmäßiges Entlüften spart bis zu 15 Prozent der Heizkosten.

Richtig lüften

Das verdunstete Wasser im Haushalt – ob aus der Küche oder während der Nachtruhe der Bewohner – muss dringend abgeführt werden. Um Feuchtigkeit im Raum und den daraus entstehenden Schimmel zu vermeiden, sollten Zimmer zweimal am Tag gelüftet werden. Mit abgedrehten Thermostaten dürfen die Fenster dann für zehn Minuten sperrangelweit geöffnet werden – am besten im Durchzug mit gegenüberliegend geöffneten Fenstern. Und so lüften Sie richtig:

  • Ausschalten der Heizungsventile
  • Öffnen der Fenster (sperrangelweit)
  • Öffnen der Innentüren
  • Öffnen weiterer Fenster für optimalen Durchzug
  • Lüften (5-10 Minuten nach Jahreszeit)
  • Einschalten der Heizungsventile auf gewünschte Temperaturstufe

Nachts Fenster schließen

Die Wärme sollte im Raum bleiben. Auch die Verlockung des gekippten Fensters als Garant für frische Luft kühlt das Zimmer kontinuierlich aus. Somit bedarf es fast 75 Minuten und mehr, bis die kalte Luft durch die Warme ersetzt wird – da zeigt sich Einsparpotenzial. Auch das Zuziehen der Vorhänge hilft als zusätzliche Barriere vor dem Temperaturaustausch am Gemäuer.

Architektur dämmen

Während doppelt verglaste Fenster dem Wärmehaushalt nützlich sind, können bereits Rolllädenkästen die Bilanz schon wieder unterwandern. Daher sollten diese Luftstromgaranten mit innen angebrachtem Dämmmaterial beseitigt werden. Auch architektonische Nischen für Heizungen offenbaren einen Mangel – die Heizung steht nicht im Raum, aber an einer viel dünneren Außenwand. Neben der Fassadendämmung spielt ebenso die Dämmung der Leitungsrohre eine wichtige Rolle. Dies sollte bereits bei der Installation berücksichtigt werden, da ansonsten gehobene Kosten im Nachhinein dazukommen. In Kellerarealen oder anderen unbeheizten Bereichen ist dies aufgrund des großen Temperaturunterschiedes besonders zu empfehlen. Eine Reflexionsfolie kann die Wärme hinter dem Heizkörper an der Wand zu einem Anteil in den Raum zurückstrahlen.

Fenster abdichten

Bei der Überprüfung der Fenster sollte auch auf die Verbindung von Fensterglas zu Rahmen geachtet werden. Diverse Silikonmaterialien helfen weiter. Und auch der Rahmen selbst sollte nicht aus unbehandeltem Naturmaterial bestehen, weil diese nicht luftdicht sind. Aufklebbare Isolierbänder stellen eine nachträglich unkomplizierte Lösung dar.

Türen abdichten

Wenn die Türen geschlossen sind, ist der Luftzug noch lange nicht verhindert. Ungerade Holztüren oder ein unebener Boden verhindern einen effektiven Abschluss. Ein Teppich allein könnte schon eine Verbesserung bringen, Schaumstoffstreifen schenken definitiv einen verlässlichen Schutz. Eine Bürstendichtung am Türblatt oder gar Zugluft-Stopper gibt es für wenig Geld im Handel.

Heizungsanlage warten

Regelmäßiges Warten der Heizung ermöglicht optimale Einstellungen für ein energiefreundliches Nutzverhalten sowie die Einsparung von Ausgaben. Zudem verlängern diese vom Fachmann durchgeführten Maßnahmen die Lebenszeit der gesamten Heizanlage. Zu einer guten Wartung gehört ebenso ein Hydraulischer Abgleich, welcher die zentralen Einstellungen, Regelungen und Steuereinheiten miteinander koordiniert. Dieser enthält unter anderem folgende Maßnahmen.

  • Heizkörperberechnung
  • Heizflächenaufnahme
  • Ermittlung Wärmebedarf für separate Räume
  • Berechnung spezifischer Raumheizlast
  • Bestimmung der Voreinstellung aller Ventile
  • Berechnung des Volumenstroms
  • Optimale Vorlauftemperatur finden
  • Benötigte Wassermenge für jeden Heizungskörper
  • Berechnung Förderhöhe der Heizungspumpe
  • Kalkulation der Differenzdruckregler
  • Heizungspumpe austauschen

Dies ist keine unbedingte Optimierungspflicht, aber bei einer ab zehn Jahre alten Pumpe durchaus sehr zu empfehlen. Je älter die Heizungspumpe, desto mehr Energie verbraucht sie bei der eigenen Inbetriebnahme – da ist die Heizung selbst noch gar nicht mitgerechnet. Bis zu 100 Kilowattstunden lassen sich mit dem Austausch sparen – das sind 100 bis 130 Euro im Jahr.

Nachtabsenkung einplanen

Mit dem cleveren Schachzug der Nachtabsenkung profitieren Nutzer von einer Energieeinsparung. Nachts – wenn wir schlafen – können getrost bis zu drei oder vier Grad Celsius heruntergefahren werden. Eine wohligere Schlafatmosphäre und bis zu zehn Prozent Heizkostenersparnis resultieren aus diesem kleinen Trick. Dieser kann ebenso bei einer Abwesenheit am Wochenende genutzt werden.

Neue Baustoffe verwenden

Mit dem Neubau stehen den Hausbesitzer moderne und effiziente Materialien zur Verfügung. Folgende Baustoffe halten den Energieverbrauch niedrig:

  • Ytong
  • Kalksandstein-Konstruktionen
  • Vakuum-Isolations-Paneele
  • KS-Quadro-Aquatherm

Auslegware nutzen

Teppiche und Vorleger nehmen im Gegensatz zu Fliesen und Holzböden viel Wärme auf. Dies wird beim Laufen über diese Auslegware wohlig spürbar. Das individuelle Kälteempfinden wird somit blockiert und dem Drang der Erhöhung des Heizlevels psychologisch entgegengewirkt.

Solaranlage integrieren

Mit einem qualifizierten Pufferspeicher lässt sich die natürliche Umweltenergie der Sonne hervorragend für den eigenen Haushalt nutzen. 80 bis 90 Prozent der Brauchwassererwärmung kann folgend über diese sekundäre Heizungsart erfolgen und die Heizkosten senken. Auch die Einspeisung von Restenergie in das lokale Wärmenetz wird vergütet und bringt sogar Einnahmen.

Kaminofen nutzen

Kaminöfen bringen schnell Wärme in den jeweiligen Raum und zeichnen sich durch eine lange Nachwärmzeit aus. Zudem können die eigenen Holzabschnitte vom Grundstück wunderbar nützlich verwendet werden. Selbst die Bestellung des Holzrohstoffes ist um einiges günstiger, als die endgültigen Heizkosten für eine entsprechende Erwärmung des Raumes. Gerade für das Wohnzimmer – in dem sich das Familienleben abspielt – bietet sich diese Heizalternative an.

Warmwasser sparen

Die Heizung stellt nur einen Aspekt der Heizkosten dar – auch das warme Brauchwasser spielt hierbei eine Rolle. Beispielsweise ermöglicht der Wechsel vom Bad auf die Dusche bereits großes Einsparpotenzial. Zudem müssen die Hände nicht jedes Mal mit warmem Wasser gereinigt werden. Auch ein Sparduschkopf hilft dem Nutzer beim Sparen an Heizkosten – ähnliches gilt für den Durchflussbegrenzer beim üblichen Wasserhahn. Mit einem Sparduschkopf sparen Nutzer gleichzeitig Wasser- und Erwärmungskosten – mitunter bis zu 400 Euro im Jahr. Einhebelarmaturen im Bad sollten entweder auf warm oder auf kalt gestellt werden. Bei einer mittleren Ausrichtung fließen warmes und kaltes Wasser, obwohl das meist Niemand benötigt.

Heizkosten vergleichen

Mit einem jährlichen Vergleich der entstandenen Heizkosten lässt sich schnell klären, ob ein Nutzverhalten geändert oder tatsächlich eine Modernisierung der Heizungsanlage sinnvoll wäre.

Heizungssystem modernisieren

Mit der Zeit arbeiten die Bauteile aufgrund von Verschleiß, Belastung und mitunter auch alter Technik weniger effizient. Hier kann durchaus ein Austausch einzelner Elemente die Anlage bereits optimieren. Des Weiteren sollte stets der Blick auf einen Einbau von effizienter Brennwerttechnik gelegt werden. Auch die Umwälzpumpe und der Brennkessel senken mit der Zeit ihre Leistung, was die Heizkosten erhöht.

Alternativ stehen ebenso banale wie effektive Mittel zur Verfügung:

  • Lieber wärmer anziehen anstatt übermäßig heizen
  • Küche nutzen – Warme Mahlzeiten, frischen Kuchen und Kekse zubereiten
  • Heizlüfter ausmustern – hohe Stromkosten und nur ein kleiner „Hot Spot“
  • Heiz-Check sowie Energieberater für Individualfall hinzuziehen

Beispiel: Energieverbrauch eines Einfamilienhauses

Ausgehend von einem Einfamilienhaus mit zwei Etagen und 200 m² Wohnfläche ist mit folgenden durchschnittlichen Preisen zu rechnen:

Stromverbrauch

  • 1-Personen-Haushalt (gut: 1.500 – 1.900 kWh/a, hoch: über 2.300 kWh/a)
  • 2-Personen-Haushalt (gut: 2.600 – 3.300 kWh/a, hoch: über 4.000 kWh/a)
  • 3-Personen-Haushalt (gut: 3.700 – 4.500 kWh/a, hoch: über 5.300 kWh/a)
  • 4-Personen-Haushalt (gut: 4.600 – 5.500 kWh/a, hoch: über 6.400 kWh/a)
  • 5-Personen-Haushalt (gut: 5.500 – 6.500 kWh/a, hoch: über 7.300 kWh/a)

Erdgasverbrauch

  • Durchschnitt (16 m³ beziehungsweise 160 kWh je m² Wohnfläche pro Jahr)
  • Gebäude um Baujahr 1955 (180 kWh je m² Wohnfläche pro Jahr)
  • Gebäude um Baujahr 1975 (115 kWh je m² Wohnfläche pro Jahr)
  • Gebäude um Baujahr 1990 (75 kWh je m² Wohnfläche pro Jahr)
  • Passiv-Häuser (15 kWh je m² Wohnfläche pro Jahr)

Heizölverbrauch

  • Durchschnitt (13,6 Liter je m2 Wohnfläche pro Jahr)
  • Gebäude mit Baujahr bis 1977 (20 Liter je m2 Wohnfläche pro Jahr)
  • Gebäude mit Baujahr bis 2002 (10 Liter je m2 Wohnfläche pro Jahr)
  • KfW-Effizienzhaus 70 (6 Liter je m2 Wohnfläche pro Jahr)
  • Passiv-Häuser (1,5 Liter je m2 Wohnfläche pro Jahr)

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