Heizkessel

Wählen Sie, wie ausführlich Sie sich informieren wollen:

Heizkessel sind Wärmeerzeuger in einem Heizsystem und versorgen das Haus mit Wärme und Warmwasser. Als zentrales Bestandteil der Heizungsanlage kommt dem Heizkessel eine besondere Bedeutung zu. Alle Infos über Funktionsweise, rechtliche Vorgaben, anfallende Kosten und vieles mehr lesen Sie in diesem Artikel.

Was ist ein Heizkessel?

Heizkessel sind Wärmeerzeuger, deren verschiedene Arten die Entwicklung der Heiztechnik widerspiegeln. Diese reicht vom ursprünglichen Standardheizkessel zur Verbrennung von Kohle bis hin zur Verbrennung von Heizöl und Erdgas. Der Heizkessel dient in einer Zentralheizungsanlage als Wärmeerzeuger. Um zusätzlich regenerative Energie zu nutzen, werden Heizkessel auch häufig in Verbindung mit einer Solarthermie verwendet.
Die beliebtesten Heizkessel sind ÖL- und Gas-Heizkessel. Die Modernisierungsquote liegt bei etwa 3 % pro Jahr, bei Öl-Heizkesseln sogar nur bei 1 %.

Definition, Funktionsweise und Bestandteile eines Heizkessels

Als zentrales Bestandteil einer Heizungsanlage findet im Heizkessel die Erzeugung von Wärmeenergie statt. Der Kesselblock erwärmt dabei das umlaufende Heizwasser durch die Brennerflamme und das hindurchströmende Abgas im Inneren des Kessels. So wird chemische Energie in Wärmeenergie umgewandelt.

Das sind die wichtigsten Bestandteile eines Heizkessels:

  • Ein Hohlraum bzw. Brennraum

  • Ein Rost für feste oder einen Brenner für flüssige/gasförmige Brennstoffe

  • Einen Wärmetauscher für die Wärmeübertragung an das Heizwasser

  • Mehrere Rohre für das Heizwasser

  • Eine Abgasanlage für die entstehenden Abgase

  • Wärmedämmung verhindert Wärmeverluste

Funktionsweise und Bestandteile eines Heizkessels

Grundsätzlich findet im Heizkessel einer Heizungsanlage die Erzeugung von Wärmeenergie statt. Der Kesselblock erwärmt dabei das umlaufende Heizwasser durch die Brennerflamme und das hindurchströmende Abgas im Inneren des Kessels. So wird chemische Energie in Wärmeenergie umgewandelt.

Der Heizkessel besteht aus einem Hohlraum, der auch als Brennraum bezeichnet wird. Darüber hinaus verfügt der Kessel über ein Rost für das Verbrennen fester Brennstoffe wie z. B. Holz oder einen Brenner, der flüssige oder gasförmige Brennstoffe zu verbrennt. Über einen Wärmetauscher  wird die erzeugte Wärme auf das Heizwasser übertragen.

Außerdem enthält der Heizkessel Rohre, durch die das Heizwasser strömt. Das Wasser fungiert als Wärmeüberträger und führt die Nutzwärme ab. Die entstehenden Abgase werden durch die Abgasanlage sicher abgeleitet. Um Wärmeverluste zu minimieren, ist der Heizkessel mit einer Wärmedämmung ausgestattet.

Für den Brenner gilt eine Ausnahmeregelung: Da man ihn auch einzeln kaufen kann, um beispielsweise einen Brennertausch von Öl auf Gas zu realisieren, ist er nicht zwingend als integrales Bestandteil anzusehen.

Welche Heizkesseltypen gibt es?

Grundsätzlich wird zwischen 3 verschiedenen Kesseltypen unterschieden:

Konstanttemperaturkessel zählen zu den ältesten in Deutschland verwendeten Gas- und Ölheizungen und gelten heutzutage als veraltet. Charakteristisch für diesen Kesseltyp sind konstant hohe Systemtemperaturen. Diese liegen zwischen 70 und 90 Grad Celsius und ändern sich auch dann nicht, wenn sich die Wärmeanforderung im Gebäude verändert. Die Heizgeräte nutzten nur etwa 68 Prozent der Energie eines Brennstoffs aus.

Niedertemperaturkessel verbrauchen durch niedrige Betriebstemperaturen weniger Energie als Konstanttemperatur-Standardheizkessel. Sie sind so konstruiert, dass die Rücklauftemperaturen zwischen 30 und 40 Grad Celsius liegen. Im Kessel erfolgt jedoch keine Kondensation.

Ein Brennwertkessel nutzt die bei der Kondensation freigesetzte Kondensationswärme. Diese wird unter den Taupunkt abgekühlt, wobei ein flüssiges Kondensat entsteht. Bei dieser Umwandlung wird Wärme freigesetzt, die der Brennwertkessel zusätzlich nutzt, indem er sie dem Heizsystem zuführt. Der mit Brennwerttechnik betriebene Kessel stellt den neuesten Stand in der technologischen Entwicklung dar.

Welche Heizkesseltypen gibt es?

Konstanttemperaturkessel verfügen über eine konstant hohe Systemtemperatur. Der Heizkessel besitzt durchgehend eine Temperatur zwischen 70 und 90 Grad Celsius. Da diese sich nicht dem Bedarf anpasst, werden nur etwa 68 Prozent der Energie eines Brennstoffs ausgenutzt.

Niedertemperaturkessel verbrauchen durch niedrige Betriebstemperaturen weniger Energie als Konstanttemperatur-Standardheizkessel. Sie sind so konstruiert, dass die Rücklauftemperaturen zwischen 30 und 40 Grad Celsius liegen. Im Kessel erfolgt jedoch keine Kondensation.

Ein Brennwertkessel nutzt die bei der Kondensation freigesetzte Kondensationswärme. Diese wird unter den Taupunkt abgekühlt, wobei ein flüssiges Kondensat entsteht. Durch die Umwandlung wird Wärme freigesetzt, die der Brennwertkessel im Gegensatz zur Heizwerttechnik zusätzlich nutzt.

Beliebte Heizkessel in der Übersicht

Marke
Buderus
Buderus
Viessmann
Viessmann
Modell
Logamax plus – GB182i
Logamax plus – GB192i
Vitodens 200 W
Vitodens 300 W
Heiztechnik
Brennwerttechnik
Brennwerttechnik
Brennwerttechnik
Brennwerttechnik
Montage
Wandhängend
Wandhängend
Wandhängend
Wandhängend
Modulation
Bis zu 1:10
Bis zu 1:10
Bis zu 1:8
Bis zu 1:10
Leistung
18-50 kW
13-150 kW
11-35 kW
Preis (Listenpreis)
Ab 2.785 €
Ab 3.380 €
Ab 2.796 €
Ab 3.771 €

Heizkessel und Brennstoffarten

Ein Heizkessel kann mit unterschiedlichen Brennstoffen betrieben werden. So stehen unter anderem Erdgas, Heizöl oder Biomasse zur Auswahl. Dabei gibt es Heizkessel, die nur mit einer Art von Brennstoff befeuert werden können (Einstoffbrenner) sowie Heizkessel, die hinsichtlich des Brennstoffs flexibel sind (Mehrstoffbrenner).

Animation Handwerker (2)

Sie interessieren sich für eine neue Heizung?

Dann fordern Sie jetzt Ihr unverbindliches Angebot an, das individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten wird.

Austauschpflicht für Heizkessel

  • Die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) schreibt vor, dass alle Modelle, die dreißig Jahre oder älter sind, ausgetauscht werden müssen. Ist man erst seit kurzer Zeit Hauseigentümer, bleiben zwei Jahre Zeit, um das austauschpflichtige Modell zu modernisieren. Durch eine erhebliche Steigerung der Energieeffizienz amortisiert sich der Heizungswechsel schneller als man denkt.

Was kostet ein Heizkessel?
Verschiedene Arten im Vergleich:

Kesselart
Preis(ohne Installation)
Gasheizkessel wandhängend
ab 2.000 Euro
Gasheizkessel bodenstehend
3.000 – 5.000 Euro
Ölheizkessel
2.700 – 6.000 Euro
Holzpelletheizkessel
8.000 – 12.000 Euro

Fazit: Am kostengünstigsten und am beliebtesten ist der wandhängende Gasheizkessel.
Besonders teuer in der Anschaffung ist hingegen der Kessel für die Pelletheizung. Niedrige Brennstoffkosten für Pellets machen die Differenz jedoch etwas geringer.

Checkliste für Heizkesselsanierung. Das ist zu beachten:

Wer eine Heizkesselsanierung durchführen lassen möchte, sollte dabei mehrere Aspekte beachten:

  • Optimale Größenordnung wählen

  • Auf Modulierbarkeit der Leistung achten

  • Möglichst regenerative Energieformen wählen

  • Bei Öl- oder Gaskesseln: Brennwerttechnik wählen

  • Auf Einbringungsöffnungen und genügend Aufstellungsplatz achten

  • Entwässerungsanschluss vorhanden?

  • Speicher ersetzen

  • Kann der Speicher die Wärme schichten?

  • Welche Wärme verliert der Speicher im Betrieb?

FAQ - Noch Fragen?

Das könnte Sie auch interessieren: